Die Erwerbsbevölkerung altert. Während vor zehn Jahren die Zahl der Beschäftigten unter 40 Jahren noch größer war als die Zahl der über 40-Jährigen, werden in zehn Jahren nur noch drei jüngere auf vier ältere Erwerbstätige kommen. Es ist zu erwarten, dass diese Alterung der Erwerbsbevölkerung sich auf den Arbeitsmarkt auswirken wird. Ältere sind seltener in einem regulären Job beschäftigt, und ältere Arbeitslose haben eine geringere Chance auf Wiedereinstellung. Wie wird sich der Demografische Wandel auf den Arbeitsmarkt auswirken? Sind ältere Arbeitnehmer tatsächlich weniger produktiv? Wird die Arbeitslosigkeit im Zuge des Demografischen Wandels bei einer alternden Erwerbsbevölkerung weiter steigen?
Fragen wie diese diskutierten während des zweitägigen Workshop „Labor markets and demographic change“ am 20. und 21. April 2006 am Max-Planck-Institut für Demografische Forschung (MPIDF) in Rostock Wissenschaftler aus Deutschland und dem europäischen Ausland. Veranstaltet wurde der Workshop vom MPIDF, der Universität Rostock und ihrer gemeinsamen Forschungseinrichtung, dem Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels.