Nach Schätzungen des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels liegt die zusammengefasste Geburtenziffer für Deutschland im Jahr 2009 bei durchschnittlich 1,33 Kindern pro Frau. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Geburtenneigung somit um 3,34 Prozent geschrumpft.
In dem länderübergreifenden Projekt „Best Agers“ werden die Universität Rostock, das Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels und der Forschungsverbund Mecklenburg-Vorpommern e.V. zusammen mit Organisationen aus acht Staaten des Ostseeraums an Initiativen und Strategien zur verbesserten Integration der Generation 55+ auf dem Arbeitsmarkt und bei Innovationsprozessen arbeiten. Am 10. Februar 2010 treffen die Projektpartner in Riga zum offiziellen Beginn des Projekts zusammen, um zukünftige Schritte zu planen.
Ob Journalisten, Lehrende oder Lernende, Wissenschaftler, Entscheidungsträger oder der interessierte Bürger – DemoData steht allen offen, die auf der Suche nach wissenschaftlich fundierten Daten zum Demografischen Wandel in Deutschland sind. Das neu entwickelte Dateninformationssytem des Rostocker Zentrums ist seit dem 30. November 2009 unter www.zdwa.de/demodata verfügbar.
Prof. Dr. Thusnelda Tivig, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität Rostock und Leiterin des Forschungsbereichs ‚Alterndes Arbeitskräftepotential’ am Rostocker Zentrum wurde in ein Beratungsteam der Bundesregierung berufen. Die Demografieexpertin soll Fachministerien dabei unterstützen, die ökonomischen Chancen des Demografischen Wandels besser nutzen und gleichzeitig die Lebensqualität älterer Menschen verbessern zu können.
Wissenschaftler des Rostocker Zentrums haben eine erste Schätzung für die zusammengefasste Geburtenziffer des Jahres 2008 im Geburtenmonitor veröffentlicht. Die geschätzten Werte lassen einen Jahreswert von 1,366 für 2008 erwarten. Die zusammengefasste Geburtenziffer liegt damit fast auf dem Niveau des Jahres 2007. Diese zeitnahe Berechnung der Geburtenrate ist erstmalig auf der Basis von im Geburtenmonitor veröffentlichten monatlichen Schätzzahlen möglich.