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Ein Service des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels

25. November 2009 (Newsletter - Nr.2/2009)

Sehr geehrte Damen und Herren,
aus der Welt der Demografie gibt es stets Neues zu berichten. Wir möchten Sie daher wieder einladen, aktuelle Erkenntnisse aus der demografischen Forschung auf unserem Informationsportal zdwa.de zu entdecken. Neue Studienergebnisse von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts stehen in den Rubriken Kinder und Familie, Lebensläufe und Migration für Sie zum Nachlesen bereit:

Aus historischem Blickwinkel untersucht eine Studie von Joshua R. Goldstein und Sebastian Klüsener Ost-West-Unterschiede im Geburten- und Heiratsverhalten. Es zeigt sich, dass der heute zu beobachtende höhere Anteil nichtehelicher Geburten in Ostdeutschland kein neues Phänomen ist. Bereits im 19. Jahrhundert kamen in den Gebieten der neuen Bundesländer im Vergleich zum Westen mehr nichteheliche Kinder zur Welt..

Der Forschungsschwerpunkt einer sozioökonomischen Analyse von Fanny Kluge liegt auf den Abhängigkeitsverhältnissen, in denen sich der Mensch im Laufe seines Lebens befindet. In dem Artikel können Sie unter anderem erfahren, wie viele Jahre seines Lebens ein Durchschnittsdeutscher finanziell für sich selbst sorgen kann und in welchen Lebensabschnitten er auf die Unterstützung des Staates und der Erwerbstätigen angewiesen ist.

Welche Faktoren bestimmen, ob die Menschen einer Region eine hohe oder geringe Sterblichkeit aufweisen? Marc Luy und Graziella Caselli beantworten diese Frage in einer Vergleichsstudie für Deutschland und Italien. Neben einer Vielzahl an Einflussfaktoren können die beiden Wissenschaftler die Binnenwanderung als Ursache für regionale Sterblichkeitsunterschiede ausmachen.

Wir wünschen Ihnen viele interessante Entdeckungen bei der Lektüre.
Insa Cassens & Juliane Steinberg

 

Neue Artikel:

 

Kind ohne Trauschein – Ost-West-Unterschiede im Geburten- und Heiratsverhalten haben tiefe historische Wurzeln


Im Osten Deutschlands werden heute deutlich mehr Kinder nichtehelich geboren als im Westen. Auf Basis historischer Statistikdaten konnten die Max-Planck Wissenschaftler Sebastian Klüsener und Joshua R. Goldstein aufzeigen, dass der Grundstein für diese regionale Differenzierung nicht erst im Rahmen der deutsch-deutschen Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg gelegt wurde. Vielmehr lassen sich Unterschiede bis weit ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. >> mehr

Vom Geben und Nehmen im Lebenslauf - Der ökonomische Lebenszyklus in Deutschland


Vor den gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen 1989 war das Geburtenverhalten in Bulgarien durch eine hohe Stabilität geprägt: Die jungen Paare bekamen früh ihre Kinder, lebten überwiegend in einer ehelich verbundenen Zwei-Kind-Familie und nicht eheliche Geburten waren selten. Die zusammengefasste Geburtenziffer (engl. total fertility rate, TFR) lag nahe dem Bestanderhaltungsniveau. Die politische Instabilität und ökonomische Krise lösten jedoch eine Trendwende in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aus: Das Geburtenverhalten und die sozialen Bindungen waren von den Unsicherheiten stark beeinflusst. >> mehr

Mobil oder sesshaft, gesund oder krank? - Wie Wanderungsentscheidungen die Sterblichkeit in der Region beeinflussen


Ein Baden-Württemberger oder Bayer hat eine höhere durchschnittliche Lebenserwartung als ein Bewohner Mecklenburg-Vorpommerns oder Sachsen-Anhalts. Die genauen Gründe dieser regionalen Unterschiede in der Sterblichkeit sind jedoch höchst komplex und schwierig zu untersuchen. Eine deutsch-italienische Studie zeigt nun auf, dass auch die Binnenwanderung – insbesondere junger, gesunder Menschen – ihren Teil dazu beiträgt. >> mehr

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Unser Angebot an neuen Artikeln und Inhalten wird fortlaufend aktualisiert. Besuchen Sie schon bald wieder das Informationsportal zum Demografischen Wandel in Deutschland und Europa - www.zdwa.de

Ihr ZDWA-Team am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels

Rostock, im November 2009

 

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Die TFR für Gesamtdeutschland im Oktober 2010: 1,37

 
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