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Ein Angebot des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels

06. August 2008 (Newsletter - Nr.3/2008)

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Europäische Union ist heute zu einer der weltweit bedeutendsten, politischen Vereinigungen mit 27 Mitgliedsländern herangewachsen. Eine flächenmäßig so große und kulturell unterschiedliche Zusammensetzung der Gesellschaften birgt, auch in Hinblick auf demografische Entwicklungen und deren Ursachen und Folgen, ein erhebliches Forschungspotential. Aktuelle Ergebnisse auf zdwa.de zeigen vielfältige Ergebnisse.

So geht eine Forschungsarbeit der Frage nach, ob das Schrumpfen und Wachsen von Bevölkerungen die Machtkonstellationen innerhalb der EU in den nächsten Jahren beeinflussen werden. Es zeigt sich: Die neuen Abstimmungsregeln des EU-Reformvertrags sowie die Tatsache, dass einige Staaten schrumpfen und andere an Bevölkerung zunehmen, führen dazu, dass zukünftig die Gefahr vermehrter Blockaden in europäischen Entscheidungsprozessen ansteigt.

Eine andere Studie untersuchte auf der Grundlage von ausgesuchten ökonomischen Indikatoren, wie sich in 264 Regionen Europas, das Standortrisiko, beeinflusst durch demografische Prozesse, verändern wird. Das Ergebnis ist die Demographic Risk Map.

Auf den Vergleich der Fertilität und Religiosität zwischen Europa und den USA konzentriert sich eine weitere Untersuchung. US-amerikanische Frauen sind nach dieser bedeutend religiöser als europäische Frauen. Gleichzeitig ist zu sehen: Je wichtiger Frauen die Religion im Alltag ist, desto höher fällt die Geburtenrate aus.

Für Deutschland hat eine interessante neue Studie aufgedeckt, dass Pensionäre länger leben als Rentner: Die Lebenserwartung eines Menschen ist hierzulande somit stark durch das Lebensarbeitseinkommen bestimmt. Außerdem ist den Daten zu entnehmen, dass soziale und gesundheitliche Ungleichheiten in der Lebenserwartung in den letzten Jahren konstant geblieben sind.

Zusätzlich zu den neuen Artikeln in unserem Informationsportal haben wir für Sie die Übersichten und Zahlen zur Entwicklung der Pflegebedürftigen aktualisiert und ausgebaut. So finden Sie nun auch eine Darstellung zur Entwicklung der Pflegequoten über die Zeit sowie zur Anzahl der älteren Personen in den verschiedenen Pflegestufen.

Wir wünschen Ihnen viele interessante Entdeckungen bei der Lektüre
Insa Cassens & Juliane Steinberg

 

 

Neue Artikel auf zdwa.de:

 

"Seid fruchtbar und vermehret euch" - Religiosität und Fertilität in den USA und Europa

Die Geburtenrate amerikanischer Frauen liegt seit fast dreißig Jahren über jener der Europäerinnen. Gleichzeitig scheinen die Amerikaner auch viel religiöser zu sein als die Europäer. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Geburtenraten und der Religiosität? Dieser Frage gingen die Wissenschaftler Tomas Frejka und Charles F. Westoff nach. Ihre Daten zeigen, dass US-amerikanische Frauen zwischen 18 und 44 Jahren bedeutend religiöser als europäische Frauen sind - und je wichtiger ihnen die Religion im Alltag ist, umso höher fällt die Geburtenrate aus.
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Demografische Entwicklungen in den EU-Staaten verändern Machtkonstellationen in der Europäischen Union

Die Bevölkerungszahlen in den einzelnen europäischen Staaten werden sich zukünftig sehr unterschiedlich entwickeln. Dies wird Entscheidungsprozesse innerhalb der Europäischen Union beeinflussen. Denn die Bevölkerungsgröße der Mitgliedsstaaten spielt eine entscheidende Rolle für die Machtarchitektur - insbesondere nach den neuen Abstimmungsregeln, die der aktuelle EU-Reformvertrag vorsieht.
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Wie lange leben Rentner? Und wie lange Pensionäre? - Die Antwort gibt das Lebensarbeitseinkommen

Menschen verfügen über verschiedene Bildungsabschlüsse, arbeiten und verdienen in ihrem Leben unterschiedlich viel und erhalten bei Eintritt ins Rentenalter daran gemessene Altersbezüge. Je höher diese ausfallen, desto mehr verbleibende Lebensjahre haben 65-jährige Rentner und Pensionäre zudem zu erwarten. Pensionäre leben jedoch im Durchschnitt noch ein paar Jahre länger als Rentenbezieher. In den vergangenen Jahren ist die Lebenserwartung für beide Bevölkerungsgruppen parallel gestiegen - von einer Reduzierung gesundheitlicher und sozialer Ungleichheiten bei der Lebenserwartung kann somit nicht gesprochen werden.
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Demografische Standortrisiken im EU-Regionalvergleich

Unternehmen sehen den Demografischen Wandel als Standortrisiko. Tatsächlich kann die demografische Entwicklung eine gegenwärtig günstige Standortsituation schon bald ins Gegenteil umkehren. Betroffen sind demografiesensible Standortfaktoren wie Arbeitsangebot, Verfügbarkeit von Humankapital, Arbeitsproduktivität und die Leistungsfähigkeit im Bereich Forschung und Entwicklung. Wissenschaftler des Rostocker Zentrums verglichen die demografischen Entwicklungen auf regionaler Ebene und erarbeiteten ein Risikomaß, das die Abschätzung demografischer Standortrisiken für die EU-Regionen ermöglicht.
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Übersichten aktualisiert und neu:

 

Pflegebedürftigkeit in Deutschland, 2005 >> mehr

 

Anzahl der Pflegebedürftigen in den Pflegestufen und nach Art der Versorgung, 2005 >> mehr

 

Entwicklung der Zahl der Pflegebedürftigen und Pflegequoten für Frauen und Männer von 1999 bis 2005 >> mehr

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Unser Angebot an neuen Artikeln und Inhalten wird fortlaufend aktualisiert. Besuchen Sie schon bald wieder das Informationsportal zum Demografischen Wandel in Deutschland und Europa - www.zdwa.de

Ihr ZDWA-Team am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels

Rostock, im August 2008

 

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zu Fertilitätstrends finden Sie hier

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