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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 
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Ein Angebot des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels

07. März 2008 (Newsletter - Nr.1/2008)

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie auch im Jahr 2008 über aktuelle Forschungsergebnisse zum Demografischen Wandel und Neuerungen auf unserer Website zdwa.de informieren zu können. Im Fokus der neu eingestellten Beiträge stehen interessante Entwicklungen im Geburtenverhalten in verschiedenen europäischen Staaten sowie die Beschäftigungschancen älterer Migranten in Deutschland.

So gingen die Rostocker Wissenschaftlerinnen Jana Bruder und Katharina Frosch der Frage nach, ob das Alter und die Nationalität Einfluss auf die Wiederbeschäftigungschancen haben. Sie konnten zeigen: Je älter die deutschen und ausländischen Arbeitsuchenden sind, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, eine neue Anstellung zu finden. Dies trifft für ältere ausländische Bürger – insbesondere griechischer, italienischer und türkischer Abstammung - jedoch in viel höherem Maße zu als für Arbeitsuchende mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Hill Kulu vom MPIDF untersuchte in einer Studie, inwieweit sich Siedlungsgrößen und Wohnortwechsel auf das Geburtenverhalten von Frauen in Polen und Österreich auswirken. Dabei stellte er heraus, dass sich das Geburtenverhalten in den Ländern ähnelt: In beiden Staaten bekommen die Menschen auf dem Land mehr Kinder als in der Stadt. Parallelen zeigen sich auch nach einem Umzug innerhalb der Landesgrenzen. So haben beispielsweise Neuzugezogene in ländlichen Gebieten eine größere Neigung, ein erstes Kind zu bekommen, als die dort Ansässigen.

Durch das familienpolitische Instrument „Speed-Premium“ – eine Geschwindigkeitsprämie, die bei Geschwisterkindern greift – bekommen immer mehr schwedische Frauen ihre Kinder in immer kürzeren Abständen. Wissenschaftler des MPIDF gingen nun der Frage nach, ob diese Leistung auch von allen gleich genutzt wird, insbesondere von Menschen unterschiedlicher Nationalität. Im Resultat können sie zeigen: Frauen, die aus anderen skandinavischen Staaten eingewandert sind, zeigen das gleiche Verhalten wie Schwedinnen. Immigrantinnen aus nicht-skandinavischen Ländern haben ihre Geburtenabstände nicht nachweisbar angepasst. Die Gründe dafür können vielseitig sein, weisen aber auf ein gewisses Maß an sozialer Ungleichheit hin.

In der Kategorie „Studium und Schule“ ging die neue Rubrik „Demografen in der Praxis“ online. Auf dieser Seite werden berufliche Portraits von ausgebildeten DemografInnen vorgestellt. Unterstützend zu den theoretischen Antworten auf die Frage „Was machen Demografen?“ können Interessierte nachlesen, wie Absolventen des Demografie-Studienganges auf dem Arbeitsmarkt Fuß gefasst haben und in welchen Bereichen sie nun tätig sind. Denn das Einsatzgebiet von Demografen ist vielfältig und reicht von forschenden Tätigkeiten, über die Administration bis hin zur Politikberatung. Hier bekommen Studenten und Schüler praxisnahe Hinweise zum Tätigkeitsfeld von Bevölkerungswissenschaftlern.

Abschließend möchten wir Sie auf die Inhalte des Workshops „Pflege und Lebensqualität im Alter“ aufmerksam machen, der vom 30. Januar 2008 bis zum 01. Februar 2008 vom Rostocker Zentrum veranstaltet wurde. Zusätzlich zum Programm finden Sie nun die Vorträge des Workshops - zu verschiedensten Themen wie zum Beispiel die zukünftige Entwicklung der Demenzerkrankten oder die heutige sowie zukünftige Situation der Pflegenden - auf zdwa.de eingestellt.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und Entdecken.

Insa Cassens & Juliane Steinberg

 

 

Neue wissenschaftliche Artikel:

 

 

Leben in Stadt und Land – Wie Siedlungsgröße und Wohnortwechsel das Geburtenverhalten in Polen und Österreich beeinflussen

Trotz der unterschiedlichen politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, die in Polen und Österreich seit 1945 vorherrschten, weist das Geburtenverhalten in den beiden Staaten viele Ähnlichkeiten auf: Die Menschen in Polen und Österreich bekommen ihre Kinder lieber auf dem Land oder in kleineren Städten als in Großstädten. Bei Wohnortwechsel entscheiden sich Neuzugezogene vor allem im ländlichen Raum und in kleineren Städten eher für ein Kind als die dort Ansässigen. Menschen, die in Großstädte umziehen, verschieben die Familiengründung zeitlich nach hinten.
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Schnelle Geburtenfolge in Schweden durch „Geschwindigkeitsprämie“ - aber nicht alle Eltern partizipieren gleichermaßen

Ein besonderes Element der schwedischen Familienpolitik ist die so genannte „Speed-Premium“, die Geschwindigkeitsprämie. Diese familienpolitische Leistung soll Frauen vor Verlusten beim Elterngeldanspruch schützen, wenn sie aufgrund eines ersten Kindes bereits ihre Erwerbstätigkeit reduziert haben. Jedoch zeigt eine Studie des MPIDF, dass die nationale Herkunft der Mutter für die Nutzung der Prämie entscheidend ist.
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Geringe Wiederbeschäftigungschancen - Nationalität und Lebensalter sind von großer Bedeutung

Auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland erfolgreich zu sein, stellt sich für die etwa zwei Millionen Arbeitnehmer ausländischer Nationalität als besonders schwierig dar. Sie sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Arbeitnehmer deutscher Staatsangehörigkeit. Auch haben ausländische Arbeitsuchende im Vergleich zu deutschen Arbeitsuchenden geringere Chancen, nach dem Verlust des Arbeitsplatzes erneut Arbeit zu finden – eine Problematik, die sich mit zunehmendem Lebensalter noch verschärft.
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Neue Rubrik auf zdwa.de:

 

 

Demografen in der Praxis

Demografen sind mathematisch und statistisch geschulte und auf Bevölkerungsentwicklungen spezialisierte Sozialwissenschaftler. Mit ihren Qualifikationen können sie in verschiedenen Tätigkeitsfeldern eingesetzt werden. Neben der Vorstellung der verschiedenen Tätigkeitsfelder berichten Absolventen eines Demografiestudiums von ihren Erfahrungen, die sie beim Eintritt in die Arbeitswelt gemacht haben, und geben nützliche Hinweise an alle Demografiestudenten.
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Workshop "Pflege und Lebensqualität im Alter"

Wie wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen zukünftig entwickeln? Wer wird sie pflegen und wo werden sie gepflegt? Und wie steht es um die Lebensqualität der Pflegebedürftigen? In welchem Ausmaß sind pflegende Angehörige durch ihre Pflegetätigkeit, die sie mit Familie und häufig auch Beruf vereinbaren müssen, belastet? Diesen und weiteren Fragen stellten sich Wissenschaftler aus Deutschland und Europa während des Workshops „Pflege und Lebensqualität im Alter“, der vom 30. Januar bis zum 01. Februar 2008 vom Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels veranstaltet wurde. Die Vorträge des Workshops stehen jetzt auf zdwa.de online. >> mehr

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Unser Angebot an neuen Artikeln und Inhalten wird fortlaufend aktualisiert. Besuchen Sie schon bald wieder das Informationsportal zum Demografischen Wandel in Deutschland und Europa - www.zdwa.de

Ihr ZDWA-Team am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels

Rostock, im März 2008

 

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