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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 
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Ein Angebot des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels

21. Dezember 2006 (Newsletter-Nr.5/2006)

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Jahreswechsel steht vor der Tür. Für Ihr Interesse in den vergangenen zwölf Monaten am Informationsportal zdwa.de und an den Aktivitäten des Rostocker Zentrums möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Und freuen uns, Sie ein letztes Mal im Jahr 2006 über unser erweitertes Angebot informieren zu dürfen: Eine Reihe neu eingestellter Beiträge auf unserer Webseite zeigt die Vielfalt demografischer Entwicklungen und ihrer Folgen, wie sie in einzelnen Ländern dieser Welt oder Regionen eines Landes zu beobachten sind.

 

So zeigt eine vergleichende Studie der Rostocker Wissenschaftler Pascal Hetze und Carsten Ochsen, dass der Demografische Wandel von Land zu Land sehr unterschiedliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben kann: Schweden und Spanien werden aufgrund des steigenden Anteils älterer Erwerbspersonen wahrscheinlich von einem Beschäftigungszuwachs profitieren können, in Frankreich und Japan hingegen führt die Alterung eher zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit.

 

Deutschland verliert an Einwohnern. Global gesehen leben jedoch weniger als 15 Prozent der Weltbevölkerung, d.h. weniger als eine Milliarde Menschen, in jenen Staaten, für die im Zeitraum 2005 bis 2050 ein Bevölkerungsverlust erwartet wird. Ein Übersichtsartikel auf zdwa.de beschreibt die wachsende Kluft zwischen den wenigen, überwiegend reichen Ländern mit sinkenden Bevölkerungszahlen und den zahlreichen, überwiegend armen Ländern mit schnell wachsender Bevölkerung.

 

Auch möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf einen Artikel lenken, der sich mit den räumlich unterschiedlichen Bevölkerungstrends in den ländlichen Regionen Amerikas beschäftigt. Auch in Deutschland wird die Zukunft jener ländlicher Räume heftig debattiert, die seit den 1990er Jahren - insbesondere durch Binnenwanderungsströme – dramatische Bevölkerungsverluste hinnehmen mussten. Der Artikel stammt, wie schon der vorangegangene, von unserem Kooperationspartner Population Reference Bureau in den USA.

 

Abschließend möchten wir Ihnen einen weiteren „Rostocker Experten“ zum Demografischen Wandel vorstellen: Rembrandt Scholz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Rostocker Zentrum, erklärt in einem Interview die Unterschiede zwischen einer klassischen und einer registergestützten Volkszählung. Er äußert sich damit zu der Diskussion, mit welchem Verfahren sich Deutschland 2010/2011 an der EU-weiten Volkszählungsrunde beteiligen soll.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2007,

 

Kristín von Kistowski & Insa Cassens

 

 

Neueingestellte Artikel auf zdwa.de:

Steigt oder sinkt die Zahl der Arbeitslosen? –Arbeitsmarktsituation in Zeiten des Demografischen Wandels

Die Erwerbsbevölkerung vieler Industrienationen wird immer älter. Von Land zu Land unterschiedlich ist jedoch, wie sich die demografischen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt auswirken. So werden Schweden und Spanien aufgrund des steigenden Anteils älterer Erwerbspersonen wahrscheinlich von einem Beschäftigungszuwachs profitieren können, in Frankreich und Japan hingegen führt die Alterung eher zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit. mehr >>

Die Schere öffnet sich - Hintergründe und Konsequenzen demografischer Entwicklungen weltweit

Die Bevölkerungszahlen in Deutschland gehen zurück: bereits seit Anfang der 1970er Jahre verzeichnet das Land mehr Todesfälle als Geburten, seit 2003 kann dieses Geburtendefizit nicht mehr durch Zuwanderungsüberschüsse aus dem Ausland ausgeglichen werden. Nur wenige Länder weltweit stehen, wie Deutschland, einem Bevölkerungsrückgang gegenüber. Zu den zahlreichen Staaten mit schnell wachsender Bevölkerung gehören vor allem Länder des asiatischen und afrikanischen Kontinents und einige der ärmsten Nationen der Welt. mehr >>

Demografische Entwicklungen in den ländlichen Regionen Amerikas sind von einer großen Vielfalt geprägt 

Die Menschen in Deutschland werden zukünftig im Schnitt älter und weniger sein. Neben der Frage nach dem Ausmaß des Demografischen Wandels ist auch von besonderem Interesse, wie sich die Bevölkerung innerhalb Deutschlands auf Stadt und Land verteilen wird. Welche Regionen werden von den demografischen Entwicklungen profitieren, welche werden verlassen? Wie der vorliegende Artikel zeigt, beobachten Demografen auch in den USA, ein Land mit einer immer noch wachsenden, aber alternden Bevölkerung, große Unterschiede im Bevölkerungswandel zwischen einzelnen ländlichen Gebieten - ein Trend, der neue Lösungsansätze erfordert. mehr >>

 

Debatten und Meinungen Rostocker Experten:

 

Zur Qualität von Bevölkerungsdaten und der Notwendigkeit einer klassischen Volkszählung

Für 2010/2011 hat die Europäische Union eine neue Volkszählungsrunde, verpflichtend für alle Mitgliedsstaaten, angesetzt. In Deutschland fand die letzte Zählung im früheren Bundesgebiet im Jahre 1987 und in der ehemaligen DDR im Jahre 1981 statt. Dass eine Erhebung notwendig ist, um die Bevölkerungsstatistiken hierzulande nach mehr als 20 Jahren wieder auf eine tragfähige Grundlage zu stellen, findet breiten Konsens. Umstrittener ist die Frage, nach welchem Verfahren sich Deutschland an dem europaweiten Zensus beteiligen soll. mehr >>

 

Veranstaltungen des Rostocker Zentrums:

 

Workshop: "Vergleich der demographischen Situation in Ost- und Westdeutschland"

Stattgefunden: 20. - 21. September 2006 in Dresden. mehr >>

Diskussionsveranstaltung: "Schrumpfen, Altern, Zivilgesellschaft: Chancen und Herausforderungen des regionalen Wandels" (organisiert zusammen mit dem WZB)

Stattgefunden: 7. Dezember 2006 in Berlin. mehr >>

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Unser Angebot an neuen Artikeln und Inhalten wird fortlaufend aktualisiert. Besuchen Sie schon bald wieder das Informationsportal zum Demografischen Wandel in Deutschland und Europa - www.zdwa.de

 

Ihr ZDWA-Team am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels

 

Rostock, im Dezember 2006

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