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Newsletter Ein Angebot des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels 10. Oktober 2006 (Newsletter-Nr.4/2006) Sehr geehrte Damen und Herren, Wie in den meisten Industrienationen steigt die Lebenserwartung in Deutschland seit Mitte der 1950er Jahre um zwei bis drei Lebensmonate pro Jahr, derzeit beträgt sie im Durchschnitt 81 Jahre für Frauen und 76 für Männer. Doch welche Faktoren führen zu einem Anstieg in der Lebenserwartung? Und womit sind Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu erklären? Warum stirbt ein Mensch früh, während sich ein anderer eines langen Lebens erfreut? Wir möchten Sie auf eine Reihe von Kurzartikeln in unserem Informationsportal zdwa.de hinweisen, die interessante Forschungsergebnisse zur Bedeutung verschiedenster Sterblichkeitsfaktoren aufgreifen. So zeigen Daten aus Deutschland, dass Männer sich häufiger für einen ungesunden Lebensstil entscheiden als Frauen, und infolgedessen Einbußen bei der Lebenserwartung hinnehmen müssen. Eine Studie basierend auf Bevölkerungsdaten aus Dänemark beschäftigt sich mit der Frage, wieweit genetische Anlagen unsere Chance auf ein langes Leben erhöhen.
Die Geschwindigkeit, mit der sich die Lebenserwartung in Deutschland und anderen europäischen Ländern erhöht, erscheint gering, wenn man sich die Entwicklung in China anschaut: Während im Jahr 1995 geborene Chinesen erwarten konnten, durchschnittlich knapp 41 Jahre alt zu werden, ist die Lebenserwartung in nur einem Jahrzehnt um 30 Jahre auf ungefähr 71 Jahre angewachsen. Welche Herausforderungen Chinas Gesundheitspolitik aufgrund dieses bedeutenden Anstiegs der Lebenserwartung und eines gleichzeitigen dramatischen Rückgangs der Geburtenrate zu meistern hat, fasst ein Übersichtsartikel auf zdwa.de zusammen. Mit dieser Publikation stellen wir unseren Lesern erstmals einen Artikel in deutscher Übersetzung zur Verfügung, der auf der Webseite des Population Reference Bureaus (Washington D.C., USA) erschienen ist. Weitere Artikel aus dieser internationalen Partnerschaft werden in Kürze folgen und sollen helfen, deutsche und europäische Daten besser zu verstehen und einordnen zu können.
Desweiteren möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf Veränderungen im Aufbau der Webseite zdwa.de lenken, mit denen wir die Recherchemöglichkeiten weiter verbessern wollen. Unter dem Menupunkt „Veranstaltungen“ (vorher „Termine“) ist jetzt eine neue Kategorie „Eigene Veranstaltungen“ eingerichtet. Dort findet der Leser Informationen über Workshops, Diskussionsrunden und Vorträge, die vom Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels organsiert werden. Neben praktischen Hinweisen zu den Veranstaltungen werden an dieser Stelle auch Details zum Programm, zu vorgestellten Forschungsergebnissen (in Zusammenfassung oder als längerer Artikel) und Pressemitteilungen zusammengestellt. Im Jahr 2006 bereits stattgefunden haben zwei Workshops: „Labour Markets and Demographic Change“ und „Vergleich der demografischen Situation in Ost- und Westdeutschland".
Zum Abschluss zwei kurze Hinweise in eigener Sache:
Das Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels hat seit Beginn September ein neues Logo, welches die bereits weit fortgeschrittene Bevölkerungsalterung, die in vielen Industrieländern zu beobachten ist, durch eine normal- und eine kopfstehende Pyramide darstellt.
Das Informationsportal zdwa.de des Rostocker Zentrums wird Teil einer Posterpräsentation sein, die am 17. Oktober 2006 anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock stattfinden wird und zu der der Bundespräsident Horst Köhler sowie der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern erwartet werden.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf zdwa.de und wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre,
Kristín von Kistowski & Insa Cassens
Lebenserwartung und Sterblichkeitsfaktoren:
Neueingestellte Artikel: Weibliche Vorbilder: Frauen leben gesünder und deshalb länger als Männer Frauen haben in fast allen Gesellschaften eine höhere Lebenserwartung als Männer. Auch wenn in den meisten Industrieländern die Differenzen in der Sterblichkeit zwischen den beiden Geschlechter seit einigen Jahren zurückgehen, leben beispielsweise deutsche Frauen gegenwärtig durchschnittlich fast sechs Jahre länger als deutsche Männer. Eine neue Studie zeigt nun, dass in Deutschland Unterschiede im Lebensstil von Männern und Frauen offenbar einen wesentlichen Beitrag zur Entstehung der männlichen Übersterblichkeit leisten. mehr >> Langlebige Eltern, langlebige Kinder? Zu den vielfältigen Faktoren, die unsere Chancen auf ein langes Leben beeinflussen, zählen auch genetische Anlagen. Kinder langlebiger Eltern wären demnach vermutlich im Vorteil. Tatsächlich lässt sich statistisch ein positiver Zusammenhang zwischen der Lebensspanne der Eltern und der physischen und psychischen Verfassung ihrer Nachkommen im fortgeschrittenen Alter nachweisen. Zu diesem Ergebnis kommt James Vaupel, Direktor des Rostocker MPIDF, gemeinsam mit Kollegen der Universitäten Odense (Dänemark) und Minnesota (USA) bei der Auswertung von Bevölkerungsdaten aus Dänemark. mehr >>
Eine Auswahl weiterer Artikel zum Thema „Lebenserwartung und Sterblichkeitsfaktoren“ auf zdwa.de:
Bestimmt der Geburtstag unsere Lebenserwartung? Statistisch lässt sich ein Zusammenhang zwischen dem Geburtsmonat und der Chance auf ein langes Leben nachweisen. Doch nicht die Sterne beeinflussen unsere Lebensspanne, sondern die Lebensumstände in allerfrühester Kindheit. Gabriele Doblhammer, Demografin und Professorin an der Universität Rostock, beleuchtet mögliche Risiken. mehr >> Daten der Deutschen Rentenstatistik zeigen soziale Unterschiede in der Lebenserwartung Leben Menschen länger, wenn sie über mehr Geld verfügen? Neue Auswertungen von erstmalig zur Verfügung gestellten Daten legen eine positive Beziehung zwischen finanziellem Status und Lebensdauer nahe, lassen aber keine einfachen Erklärungen zu. mehr >> Langes Leben: Es ist nie zu spät Der medizinische Fortschritt hat Todesfälle heute weitgehend ins hohe Alter verschoben. Lässt sich die Zahl der verbleibenden Jahre durch verbesserte Lebensbedingungen auch für 80- oder 90-Jährige noch steigern? Die positive Bilanz der deutschen Wiedervereinigung spricht dafür, meinen Rembrandt Scholz und Heiner Maier vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung. mehr >>
Gesundheitspolitik und Bevölkerungsentwicklung in China:
Chinas „Sorgenkind“: Gesundheitsversorgung in Zeiten rasanter Bevölkerungsalterung Nicht nur Industrieländer, auch Entwicklungs- und Schwellenländer altern. In vielen Fällen unterliegen diese Bevölkerungen sogar einem schnelleren demografischen Wandel als beispielsweise in Deutschland zu beobachten ist. Zudem hat der Alterungsprozess eingesetzt, bevor sich die Wirtschaft voll entfalten konnte. Zu welchen Herausforderungen dies in einem Schwellenland wie China führt, zeigt der folgende Artikel. mehr >> -------------------------------------------------------------------- Unser Angebot an neuen Artikeln und Inhalten wird fortlaufend aktualisiert. Besuchen Sie schon bald wieder das Informationsportal zum Demografischen Wandel in Deutschland und Europa - www.zdwa.de
Ihr ZDWA-Team am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels
Rostock, im Oktober 2006 -------------------------------------------- |
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