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Ein Angebot des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels

3. August 2006 (Newsletter-Nr.3/2006)

Sehr geehrte Damen und Herren,

die steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtenzahlen sind prägende Merkmale des demografischen Wandels. Aber auch Wanderungsbewegungen sind dafür verantwortlich, dass sich Bevölkerungen in ihrer Größe und Struktur verändern. Innerhalb Deutschlands zeichnen sich der Osten und der Westen durch demografische Besonderheiten aus: So brach die durchschnittliche Zahl der Kinder pro Frau in den neuen Bundesländern nach der Wende ein. Die Lebenserwartung liegt im Osten noch niedriger als im Westen, nähert sich aber beharrlich dem Niveau der alten Bundesländer an. Viele Menschen haben im Saldo die neuen Bundesländer verlassen. Wir möchten Ihre Aufmerksamkeit daher auf einen Übersichtsartikel in unserem Informationsportal zdwa.de lenken, der die Ursachen, Hintergründe und Konsequenzen des Demografischen Wandels in Deutschland im Zusammenhang erklärt. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei auch den demografischen Folgen der verstärkten Abwanderung aus den neuen Bundesländern: Der Osten altert schneller als der Westen.

 

Denn zwischen 1991 und 2004 hat Ostdeutschland etwa 900.000 Einwohner verloren, meist an das angrenzende, westdeutsche Bundesland. Vor allem junge und qualifizierte Menschen und mehr Frauen als Männer, also potenzielle  und wandern weiter ab. Doch was bewegt sie, ihre Heimat zu verlassen? Wir möchten Ihnen zu diesem Thema auf zdwa.de einen Kurzfilm präsentieren, der von Studenten der Rostocker Universität realisiert wurde. Der Film beschreibt anschaulich, wie Schüler eines Gymnasiums in Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) ihre Zukunft sehen, ihre beruflichen Perspektiven vor Ort einschätzen und welche Möglichkeiten sie in der Ferne suchen.

 

            Der heutige Arbeitsmarkt verlangt ein hohes Maß an beruflicher Flexibilität und Mobilität. Immer mehr Menschen nehmen für ihren Arbeitsplatz lange Anfahrtswege in Kauf, häufig sind Umzüge und Neuanfänge fern der Heimat nicht zu umgehen, um den Lebensunterhalt zu sichern. Doch der Preis kann hoch sein. Wie sich jetzt in unserem Informationsportal zdwa.de nachlesen lässt, steigt das Trennungsrisiko bei Paaren, die häufig umziehen.

 

            Außerdem möchten wir Sie auf eine Reihe neueingestellter Artikel hinweisen, die die Debatte über die Ursachen und Konsequenzen des Demografischen Wandels weiter bereichern. So finden sich unter anderem interessante Hintergrundinformationen zur Frage, welche Rolle die Höhe des Ausbildungsabschlusses und die Ausbildungsrichtung der Frauen beim Geburtenverhalten spielt.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre,

 

Kristín von Kistowski

 

 

Binnenmigration: Hintergründe und demografische Konsequenzen:

1. Demografischer Wandel in Deutschland – ein Überblick

Wir leben in Zeiten des Demografischen Wandels - die Bevölkerung Deutschlands altert. Immer mehr ältere Menschen stehen immer weniger jüngeren Menschen gegenüber.  Wie ist es dazu gekommen? Was sind die Ursachen für diese geänderte Altersstruktur? Und wie wird sich diese Entwicklung auf den Lebenslauf jedes Einzelnen, auf das gesellschaftliche Miteinander, auf die Wirtschaft, auf Systeme sozialstaatlicher Umverteilung und auf die Politik auswirken? Welches Bild zeichnen Demografen von der Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten, und wie haben wir uns darauf vorzubereiten? Wie steht Deutschland im Vergleich zu den anderen Ländern Europas da? Der folgende Artikel gibt Antworten und erklärt Zusammenhänge. mehr >>

2. „Und dann mal sehn...“ – die Zukunft junger Menschen in Mecklenburg-Vorpommern 

Ein Kurzfilm von Rostocker Studenten zum Bleiben oder Gehen junger Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern. Wie sehen junge Menschen ihre Zukunft? Wie planen sie ihre nächsten Schritte? Welche Perspektiven bieten sich für sie vor Ort, nach welchen Möglichkeiten suchen sie in der Ferne? Was bewegt sie, ihr Land möglicherweise zu verlassen und was bedeutet die Abwanderung junger Menschen für das Land? mehr >>

3. Mobilität hat ihren Preis – Umzugsverhalten und Trennungsrisiko in Österreich 

Wiederholte Wohnortwechsel, insbesondere aus beruflichen Gründen, sind heutzutage keine Seltenheit mehr. Dass Umzüge aber durchaus die Stabilität von Partnerschaften beeinträchtigen können, zeigt nun erstmals eine Untersuchung österreichischer Paare. Das Risiko einer Trennung steigt merklich, wenn Mann und Frau mehr als einmal zusammen umziehen. mehr >>

 

Weitere Neueinträge:

 

Die Ausbildungsrichtung ist entscheidend - Frauen mit hoher Bildung bleiben nicht häufiger kinderlos als Frauen mit niedrigem Abschluss 

Der Rückgang der Geburtenraten in Europa wird häufig auf die gestiegene Bildungsbeteiligung von Frauen zurückgeführt. Frauen mit einem höheren Ausbildungsabschluss bleiben häufiger kinderlos als Frauen mit einem niedrigeren Ausbildungsabschluss. Studien in den nordischen Ländern stellen diesen Zusammenhang jedoch in Frage. mehr >>

Forschung an der Spitze der Bevölkerungspyramide 

Wir werden immer älter, und die Lebenserwartung in Deutschland wird sich auch in den kommenden Jahrzehnten weiter erhöhen. Setzt sich der beobachtete Trend fort, so könnte die Lebenserwartung deutlich stärker ansteigen als es die offiziellen Prognosen vermuten lassen: Im Jahr 2050 läge sie hierzulande dann über 90 Jahre. Der anhaltende Anstieg der Lebenserwartung ist vor allem der verringerten Sterblichkeit im hohen Alter zuzuschreiben. mehr >>

Steigende Lebenserwartung geht mit besserer Gesundheit einher - Risiko der Pflegebedürftigkeit in Deutschland sinkt 

Die deutsche Bevölkerung altert. Wird mit zunehmendem Anteil der Alten an der Gesamtbevölkerung ein immer größerer Prozentsatz Pflege bedürfen? Eine neue Studie des Max-Planck-Institutes für demografische Forschung zeigt, dass in Deutschland das Risiko, im Alter pflegebedürftig zu werden, von 1991 bis 2003 zurückgegangen ist. Damit geht der Anstieg der Lebenserwartung generell mit einer besseren Gesundheit einher. mehr >>

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Unser Angebot an neuen Artikeln und Inhalten wird fortlaufend aktualisiert. Besuchen Sie schon bald wieder das Informationsportal zum Demografischen Wandel in Deutschland und Europa - www.zdwa.de

 

Ihr ZDWA-Team am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels

 

Rostock, im August 2006

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