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Newsletter Ein Angebot des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels 24. April 2006 (Newsletter-Nr.2/2006) Sehr geehrte Damen und Herren, zur Rostocker Langen Nacht der Wissenschaft am 27. April 2006 stellt sich auch das Informationsportal "Zentrum für Demografischen Wandel" zdwa.de des Rostocker Zentrums ganz persönlich vor. Wir freuen uns darauf, Ihnen ab 18:00 Uhr am Max-Planck-Institut für demografische Forschung das Portal mit seinen Informationen zum Demografischen Wandel, seinen Debatten und Aktivitäten präsentieren und erläutern zu können. Wir haben ein Quiz für Sie vorbereitet: Auf der Suche nach den Antworten werden Ihnen ganz automatisch die vielfältigen Facetten eröffnet, die das Informationsportal schon jetzt bietet. Wir sind gespannt auf Ihre Reaktionen und Anregungen.
In den vergangenen Tagen ist die Diskussion um die Gestaltung des geplanten Elterngeldes als wichtige Komponente einer zeitgemäßen Familienpolitik wieder neu entflammt. Einer der Kernpunkte der Diskussion waren die „Papamonate“. Es handelt sich dabei um zusätzliche zwei Monate der Lohnersatzleistung, die nur dann gewährt werden, wenn der Vater sie in Anspruch nimmt und bei dem Kind zu Hause bleibt. Als Vorbild für die diskutierte, neue Familienpolitik dient das schwedische System, das Familien unterstützen, die Erwerbstätigkeit von Frauen fördern und die Gleichstellung von Frau und Mann im Berufs- und Familienleben stärken will. Familienpolitik ist hier verzahnt mit Arbeitsmarktpolitik und Gleichstellungspolitik. In unserem Informationsportal zdwa.de finden sich eine Reihe von Forschungsergebnissen und Kommentaren, die Hintergründe für diese Debatte liefern. Auf eine Auswahl sei in diesem Newsletter hingewiesen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre,
Kristín von Kistowski
Eine moderne Familienpolitik betont Gleichstellung 1. Schwedische Gleichstellungspolitik ist in den Familien angekommen Seit Jahrzehnten hat die schwedische Politik zum Ziel, die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Berufs- und Familienleben zu erhöhen. Neue Auswertungen schwedischer Bevölkerungsdaten zum Geburtenverhalten verdeutlichen nun, dass in Schweden die berufliche Situation beider Elternteile von großer Bedeutung für die weitere Nachwuchsplanung ist und insbesondere ein hohes Einkommen der Mutter die Geburt weiterer Geschwister erleichtert. mehr >> 2. Familienpolitik: Was machen die Schweden anders Schweden hat sich den Ruf eines familienpolitischen Vorzeigelandes erworben. Tatsächlich liegt die zusammengefasste Geburtenziffer in Schweden 2004 bei knapp 1,8 Kindern pro Frau. Das reicht zwar nicht an die Schwelle der Generationenerneuerung heran, die bei 2,1 liegt, aber der Wert ist im europäischen Vergleich hoch. Inwieweit ist die vergleichsweise hohe Geburtenrate ein Resultat der schwedischen Familienpolitik? mehr >> 3. Familienpolitik festigt traditionelle Frauenrolle Die familienpolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland fördern einseitig traditionelle Familienmodelle. Gesellschaftliche Veränderungen der letzten Jahre wie der Wandel der Frauenrolle und die zunehmende Erwerbsorientierung von Frauen werden nicht berücksichtigt. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Michaela Kreyenfeld und Dirk Konietzka vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung. Die beiden Wissenschaftler untersuchten den Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen auf die Geburtenentwicklung in Deutschland. mehr >> 4. Erst arbeiten, dann Kinder - Geburtenverhalten einheimischer und nach Schweden immigrierter Frauen Warum, wann und wie häufig sich Frauen für Nachwuchs entscheiden, ist von Land zu Land verschieden und nicht selten ein Spiegelbild der Familienpolitik des jeweiligen Staates. Wie wenig Einfluss hingegen kulturelle Wurzeln und Traditionen haben können, zeigen in Schweden lebende Ausländerinnen. Ob Somalierinnen, Thailänderinnen oder Deutsche, sie alle zeigen ein für ihr Aufnahmeland charakteristisches Geburtenverhalten. mehr >> 5. Aller guten Dinge sind drei?! Familiengrößen in Norwegen und Westdeutschland im Vergleich Die Geburtenrate liegt überall in Europa unter der Schwelle der Generationenerneuerung. Dennoch: Es gibt Unterschiede zwischen den Ländern, etwa in der Zahl der Familien mit mehr als zwei Kindern. Sowohl in Westdeutschland als auch in Norwegen sind so große Familien die Ausnahme, doch in Deutschland sind sie deutlich seltener. Inwieweit hängt dies mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen oder mit familienpolitischen Maßnahmen zusammen? David Alich vom MPIDR untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede. mehr >> 6. Warum bekommen die Schweden mehr Kinder als die Deutschen? Gemessen an gegenwärtigen europäischen Standards hat Schweden in den vergangenen Jahrzehnten eine vergleichsweise hohe Fertilität vorzuweisen. Während der 1980er und 1990er Jahre schwankte die zusammengefasste Geburtenziffer (TFR) deutlich, hielt sich aber auf einem Niveau etwas unterhalb von 1,8. Dies liegt etwas unterhalb des Geburtenniveaus in Frankreich, aber deutlich oberhalb des Niveaus in Westdeutschland. mehr >> 7. Finanzieller Ausgleich oder Gleichstellung von Mann und Frau? Deutschland ist Spitzenreiter, wenn es um sinkende Geburtenzahlen geht. In kaum einem anderen Land werden weniger Babys geboren. Die Suche nach Maßnahmen und Strukturen, die diesem Trend entgegenwirken, ist in vollem Gang. Noch aber streiten sich Experten und Politiker über den richtigen Weg. Denn familienpolitische Maßnahmen sind teuer und sollen deshalb halten was sie versprechen. Was aber ist der richtige Weg? mehr >>
Weitere Neueinträge: Immer älter und kein Ende in Sicht - Der Blick in die Zukunft lässt uns älter aussehen als viele erwarten. Wir werden immer älter, und die Lebenserwartung in Deutschland wird sich auch in den kommenden Jahrzehnten weiter erhöhen. Setzt sich der beobachtete Trend fort, so könnte die Lebenserwartung deutlich stärker ansteigen als es die offiziellen Prognosen vermuten lassen: Im Jahr 2050 läge sie hierzulande dann über 90 Jahre. Der anhaltende Anstieg der Lebenserwartung ist vor allem der verringerten Sterblichkeit im hohen Alter zuzuschreiben. mehr >> Mehr nichteheliche Kinder im Osten Kinderbetreuungspolitik und deren Finanzierung sind bei den Kommunen angesiedelt. Diese sind jedoch nicht frei in der Entscheidung, nach welchen Kriterien und an wen sie ihre Gelder vergeben, sondern müssen sich dabei weitgehend an gegebenen, inflexiblen Strukturen orientieren. Dadurch wird eine innovative Kinderbetreuungspolitik erschwert, kritisieren Michaela Kreyenfeld vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung sowie C. Katharina Spieß und Gert G. Wagner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. mehr >> Russland: Von der Zwei-Kind zur Ein-Kind Familie Während in Russland lange Zeit die Zwei-Kind Familie verbreitet war, setzt sich seit Anfang der 1990er Jahre immer mehr das Ein-Kind-Modell durch. Unklar ist, ob es sich dabei um eine vorübergehende oder eine dauerhafte Entwicklung handelt. Alexandre Avdeev vom MPIDF analysierte in einer Studie die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. mehr >> -------------------------------------------------------------------- Unser Angebot an neuen Artikeln und Inhalten wird fortlaufend aktualisiert. Besuchen Sie schon bald wieder das Informationsportal zum Demografischen Wandel in Deutschland und Europa - www.zdwa.de
Ihr ZDWA-Team am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels
Rostock, im April 2006 -------------------------------------------- |
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