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Meinungen - Alle Beiträge im Überblick
Zur Qualität von Bevölkerungsdaten und der Notwendigkeit einer klassischen Volkszählung Für 2010/2011 hat die Europäische Union eine neue Volkszählungsrunde, verpflichtend für alle Mitgliedsstaaten, angesetzt. In Deutschland fand die letzte Zählung im früheren Bundesgebiet im Jahre 1987 und in der ehemaligen DDR im Jahre 1981 statt. Dass eine Erhebung notwendig ist, um die Bevölkerungsstatistiken hierzulande nach mehr als 20 Jahren wieder auf eine tragfähige Grundlage zu stellen, findet breiten Konsens. Umstrittener ist die Frage, nach welchem Verfahren sich Deutschland an dem europaweiten Zensus beteiligen soll.
mehr Innovation in kleinen Schritten: Plädoyer für einen deutsch-japanischen Diskurs für Alt und Jung. Japan und Deutschland - zwei Hochtechnologienationen auf dem absteigenden Ast? Sieht man Innovationsfähigkeit als reines Privileg der jüngeren Generation, dann tun Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der Tat gut daran, den ”langen Atem der Demografie“ zu fürchten. Kurzfristige Kurskorrekturen? In beiden Ländern Fehlanzeige bei Geburtenraten, die zu den niedrigsten weltweit gehören, und einer zunehmenden Alterung.
mehr Dem Alter eine neue Zukunft geben Das 20. Jahrhundert war eines der Umverteilung von Wohlstand, im 21. Jahrhundert wird es um die Umverteilung von Arbeit gehen. So lautet die zentrale These von James W. Vaupel. Im folgenden Beitrag beschäftigt er sich mit dem viel beschworenen demografischen Wandel. Vaupels Resümee: Das Szenario einer alternden Gesellschaft sollte weder Grund zur Ignoranz noch für Horrorvisionen sein. Vielmehr muss das Bewusstsein geschärft werden, welche Veränderungen die Zukunft bringt. Denn nur so lässt sich angemessen reagieren – etwa mit einer gleichmäßigeren Verteilung der Arbeit über den Lebenslauf.
mehr Warum bekommen die Schweden mehr Kinder als die Deutschen? Gemessen an gegenwärtigen europäischen Standards hat Schweden in den vergangenen Jahrzehnten eine vergleichsweise hohe Fertilität vorzuweisen. Während der 1980er und 1990er Jahre schwankte die zusammengefasste Geburtenziffer (TFR) deutlich, hielt sich aber auf einem Niveau etwas unterhalb von 1,8. Dies liegt etwas unterhalb des Geburtenniveaus in Frankreich aber deutlich oberhalb des Niveaus in Westdeutschland.
mehr Mehr Kinderbetreuung – mehr geborene Kinder? Die Deutschen brauchen mehr Kinder. Manche Experten halten eine bessere Kinderbetreuung für die Lösung des Problems. Die Regierung reagiert bereits: Seit 1. Januar 2005 ist das Gesetz zum Ausbau der Tagesbetreuung in Kraft. Es soll 230.000 zusätzliche Plätze in Kindergärten, Krippen und in der Tagespflege schaffen. Der Hintergrund: Als zentrale Ursache der niedrigen Geburtenrate in Deutschland gilt die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie. Denn für Kinder unter drei und über sechs Jahren gibt es vor allem in den alten Bundesländern kaum Betreuungsmöglichkeiten und Kindergärten bieten kaum Vollzeit-Plätze an. Frauen, die sich für Kinder entscheiden, müssen deshalb oft ihren Beruf aufgeben.
mehr Wildnis statt Wirtschaftsförderung - welche Zukunft haben verlassene Regionen? Sogar die Wölfe kommen wieder. Eigentlich wurden sie vor hundert Jahren in Deutschland ausgerottet, doch inzwischen fühlen sich einige Exemplare in den entlegenen Regionen Ostdeutschlands wieder heimisch. Die Rückkehr der wilden Tiere ist ein Symbol für die dramatische Entwicklung vieler ländlicher Gebiete in den neuen Bundesländern. Dort verschwinden weniger die Tiere sondern die Menschen. Junge Leute verlassen in Scharen die Dörfer, weil sie in den wirtschaftlich abgekoppelten Regionen keine Chancen mehr sehen. Zurück bleibt eine überalterte Bevölkerung, Schulen müssen geschlossen werden, Vereine lösen sich wegen sinkender Mitgliederzahlen auf – und die Chancen für die Ansiedlung von Betrieben und einen damit verbundenen Aufschwung werden noch geringer. Eine kaum zu stoppende Abwärtsspirale.
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