Wird üblicherweise mit der zusammengefassten Geburtenziffer (Periodenfertilität, TFR) in Verbindung gebracht. Allgemein bezeichnet der Tempoeffekt eine Verzerrung in Periodenmaßen, die durch ein verändertes „Timing“ von demographischen Ereignissen (Geburten, Sterbefälle, usw.) hervorgerufen wird. Im Fall der Fertilität gilt, dass ein Anstieg im durchschnittlichen Gebäralter zu einer Verschiebung von Geburten auf einen späteren Zeitpunkt führt, was automatisch eine Unterschätzung des z. B. mit der TFR gemessenen Fertilitätsniveaus zur Folge hat. In der demographischen Fachliteratur wurden verschiedene Formeln zur Korrektur von Tempoeffekten vorgeschlagen.