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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 

Demografische Fachbegriffe mit B

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ZDWA - Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums

Baby Boom Kohorte

Geburtsjahrgänge (Kohorten), die während des so genannten Babybooms geboren sind (in Westdeutschland ca. von Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre). Diese Jahre während des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwungs nach Ende des zweiten Weltkrieges zeichneten sich durch eine höhere Fertilität und eine Zunahme der absoluten Geburtenzahl aus. Die Baby Boom Kohorte ist somit zahlenmäßig gegenüber anderen Geburtsjahrgängen überdurchschnittlich stark besetzt.

Bestandserhaltungsniveau

auch: Einfaches Ersatzniveau

 

Das Bestandserhaltungsniveau ist die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau  (zusammengefasste Geburtenziffer), die erforderlich wäre, um den Bevölkerungsbestand bei den gegebenen Sterblichkeitsverhältnissen konstant zu halten. Für Europa gilt gegenwärtig ein grober Richtwert von 2,1 als Bestandserhaltungsniveau, d.h. gebären 1000 Frauen eines Geburtsjahrgangs während ihres Lebens weniger als 2100 Kinder, so gleicht langfristig die Zahl der Geburten die Zahl der Sterbefälle nicht mehr aus und die Bevölkerung schrumpft. Dies ist in Deutschland seit den 1970er Jahren der Fall.

Bevölkerungsmomentum

Anhaltende relativ starke Bevölkerungszunahme, die –selbst bei einer sinkenden Geburtenrate pro Frau unter das Ersatzniveau - aus dem hohen Bevölkerungsanteil junger Menschen (im Elternalter) resultiert. Das Bevölkerungsmomentum erklärt unter anderem, warum das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern, also Staaten mit einer im Vergleich zu Industrieländern sehr jungen Alterstruktur, trotz rückläufiger Geburtenraten zur Zeit noch ungebrochen ist.

Bevölkerungspyramide

Graphische Darstellung des Altersaufbaus der Bevölkerung in einem Koordinatensystem, bei der auf der x-Achse die Anzahl von Männern (meist links) und Frauen (meist rechts) in den einzelnen Altersgruppen (y-Achse) abgetragen werden. In traditionellen Gesellschaften mit hoher Geburtenrate besteht die Alterspyramide aus einem breiten Fundament Jüngerer, in den höheren Altersgruppen sind zunehmend weniger Menschen vorhanden. Sinkt – wie in den letzten Jahrzehnten für die meisten Industrieländer zu beobachten – die Geburtenrate und verbleibt unterhalb der Sterberate, so kehrt sich die Pyramide langfristig um und nimmt eine Urnenform an (wenig nachkommende junge Menschen bei breitem „Mittelbau“).

Bild

Binnenwanderung

Wanderungsbewegungen innerhalb nationaler Grenzen.


DemoData
 
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Geburtenmonitor
 

Die TFR für Gesamtdeutschland im Oktober 2010: 1,37

 
Weitere saisonale Daten und Ergebnisse des Geburtenmonitors zu Fertilitätstrends finden Sie hier