|
|||||||||||||||||||||||||||||||
|
AAgeism
... aus dem Englischen abgeleiteter Begriff für Diskriminierung aufgrund des Alters (age = Alter, vergleiche racism = Rassismus, sexism = Sexismus)
Altenbericht
Seit 1993 legt die Bundesregierung in jeder Legislaturperiode einen Altenbericht vor. Abwechselnd wird umfassend über die Lage der älteren Menschen in Deutschland und Schwerpunktberichte zu aktuellen Themen berichtet. Dazu beruft die Bundesregierung unabhängige (ehrenamtliche) Sachverständigenkommissionen, die in rund zweijähriger Arbeit ihr Gutachten erstellen. Unterstützt wird die Kommission durch schriftliche Expertisen von anderen Wissenschaftlern.
Altenquotient
Gradmesser für das zahlenmäßige Verhältnis von Rentnern zur Erwerbsbevölkerung. Der Altenquotient berechnet sich als Zahl der Personen über 60 (alternativ 65) Jahre geteilt durch die Zahl der Personen zwischen 20 und 59 (alternativ 64) Jahre. Für Deutschland beträgt der Altenquotient (60 Jahre) heute 44 und steigt bis 2050 nach Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes auf 78. Auf 100 Personen im Erwerbsalter kämen dann 78 potenzielle Rentner.
BBaby Boom KohorteGeburtsjahrgänge (Kohorten), die während des so genannten Babybooms geboren sind (in Westdeutschland ca. von Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre). Diese Jahre während des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwungs nach Ende des zweiten Weltkrieges zeichneten sich durch eine höhere Fertilität und eine Zunahme der absoluten Geburtenzahl aus. Die Baby Boom Kohorte ist somit zahlenmäßig gegenüber anderen Geburtsjahrgängen überdurchschnittlich stark besetzt. Bestandserhaltungsniveauauch: Einfaches Ersatzniveau
Das Bestandserhaltungsniveau ist die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau (zusammengefasste Geburtenziffer), die erforderlich wäre, um den Bevölkerungsbestand bei den gegebenen Sterblichkeitsverhältnissen konstant zu halten. Für Europa gilt gegenwärtig ein grober Richtwert von 2,1 als Bestandserhaltungsniveau, d.h. gebären 1000 Frauen eines Geburtsjahrgangs während ihres Lebens weniger als 2100 Kinder, so gleicht langfristig die Zahl der Geburten die Zahl der Sterbefälle nicht mehr aus und die Bevölkerung schrumpft. Dies ist in Deutschland seit den 1970er Jahren der Fall. BevölkerungsmomentumAnhaltende relativ starke Bevölkerungszunahme, die –selbst bei einer sinkenden Geburtenrate pro Frau unter das Ersatzniveau - aus dem hohen Bevölkerungsanteil junger Menschen (im Elternalter) resultiert. Das Bevölkerungsmomentum erklärt unter anderem, warum das Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern, also Staaten mit einer im Vergleich zu Industrieländern sehr jungen Alterstruktur, trotz rückläufiger Geburtenraten zur Zeit noch ungebrochen ist. BevölkerungspyramideGraphische Darstellung des Altersaufbaus der Bevölkerung in einem Koordinatensystem, bei der auf der x-Achse die Anzahl von Männern (meist links) und Frauen (meist rechts) in den einzelnen Altersgruppen (y-Achse) abgetragen werden. In traditionellen Gesellschaften mit hoher Geburtenrate besteht die Alterspyramide aus einem breiten Fundament Jüngerer, in den höheren Altersgruppen sind zunehmend weniger Menschen vorhanden. Sinkt – wie in den letzten Jahrzehnten für die meisten Industrieländer zu beobachten – die Geburtenrate und verbleibt unterhalb der Sterberate, so kehrt sich die Pyramide langfristig um und nimmt eine Urnenform an (wenig nachkommende junge Menschen bei breitem „Mittelbau“).
CCentenariansMenschen, die 100 Jahre oder älter sind, bezeichnet man als Centenarians (wörtlich Hundert).
siehe auch: Semi-Supercentenarians und Supercentenarians DDemografie
Forschungsdisziplin, welche die Struktur und die Dynamik von Bevölkerungen untersucht. Die Größe und Struktur von Bevölkerungen verändern sich dadurch, dass Menschen geboren werden, sterben, oder ihren Wohnort wechseln (Demografische Komponenten: Fertilität, Mortalität, Migration und im erweiterten Sinne auch Morbidität und Nuptialität).
Demografischer WandelDer Demografische Wandel beschreibt die Veränderungen von Bevölkerungsgröße und -struktur durch veränderte Geburtenzahlen, Sterbezahlen und Wanderungen.
Der Demografische Wandel als reiner Entwicklungsprozess von Bevölkerungen existierte schon immer. Jedoch wird das heutige Ausmaß der demografischen Veränderungen einschneidende Anpassungen in vielen Gesellschafts- und Politikbereichen einfordern. EEhegattensplittingVerfahren zur Berechnung der Einkommensteuer bei gemeinsam veranlagten Ehepartnern. Zur Ermittlung des insgesamt zu entrichtenden Steuerbetrages werden die zu versteuernden Einkommen beider Ehepartner addiert und dann durch 2 geteilt („gesplittet“). Für diesen Betrag wird die Steuer ermittelt und diese anschließend wieder verdoppelt. Dieses Verfahren bewirkt, dass einerseits für beide Ehepartner ein Grundfreibetrag berücksichtigt wird und andererseits der Steuersatz in progressiven Steuersystemen mit zunehmendem Einkommen langsamer steigt. Der Vorteil des Ehegattensplitting kommt vor allem dann zum Tragen, wenn der Unterschied zwischen den Einkommen der beiden Ehepartner sehr groß ist. EntgeltpunkteDie Höhe der Rente, die einer Person in der gesetzlichen Rentenversicherung zusteht, richtet sich vor allem nach der Höhe der während des Arbeitslebens erzielten Entgelte/Einkommen. In die Rentenberechnung fließen dabei die jährlich erzielten Entgelte, umgerechnet in Entgeltpunkte, mit ein: Bei der Umrechnung wird das persönliche Entgelt eines Arbeitsjahres zum Durchschnitt der Jahreseinkommen aller Beitragszahler ins Verhältnis gesetzt. Entspricht das Einkommen dem Durchschnittseinkommen, ergibt sich in jenem Jahr ein Entgeltpunkt von 1. Nach 45-jähriger Beschäftigung (bis zum Alter von 65) entstünden so 45 Entgeltpunkte. Für Einkommen, die höher (niedriger) ausfallen als das Durchschnittseinkommen eines Jahres, steigt (sinkt) der jährliche Entgeltpunkt entsprechend über (unter) 1. ErwerbsbevölkerungAlle Personen im Erwerbsalter; Erwerbstätige sind die tatsächlich Beschäftigten, die Erwerbsquote bezeichnet den Anteil der Erwerbspersonen an der Gesamtbevölkerung. FFertilitätAllgemeine Fruchtbarkeit (= Fähigkeit, Nachkommen zu erzeugen) einer Person, eines Paares, einer Gruppe oder einer Bevölkerung. Die Fertilität bestimmt gemeinsam mit der Mortalität und der Migration die Entwicklung der Bevölkerungszahl. Als Maß für die Fertilität wird meist die Geburtenhäufigkeit in Form der zusammengefassten Geburtenziffer verwendet. Liegt diese unterhalb des so genannten Bestandserhaltungnivaus, schrumpft die Bevölkerung.
Fetal-Origins-HypotheseBesagt, dass die Anfälligkeit für bestimmte chronische Krankheiten und damit auch ein wichtiger Einflussfaktor für die individuelle Lebenserwartung bereits im Mutterleib angelegt wird. Als mögliche Ursachen für ein erhöhtes Sterberisiko gelten Mangelernährung und Infektionskrankheiten der Mutter. GGeburtendefizit
In einer Region herrscht ein Geburtendefizit, wenn in einem definierten Zeitraum, die Zahl der Lebendgeborenen geringer ausfällt als die Zahl der Sterbefälle.
Geburtenrateauch: Geburtenziffer
Die rohe bzw. allgemeine Geburtenrate gibt an, wie viele Lebendgeborene in einem Jahr auf 1000 Einwohner entfallen (2003 für Deutschland: 8,6). Diese wird nicht nur durch die Fertilität, sondern auch durch die Altersstruktur in der Bevölkerung bestimmt. Altersspezifische Geburtenraten werden einzeln für die Altersjahre des gebärfähigen Zeitraumes bei Frauen (15 – 45 Jahre) berechnet. Beispiel: Anzahl der in einem Jahr von 30jährigen Frauen lebend geborene Kinder bezogen auf 1000 Frauen im Alter 30. GeburtskohorteGeburtsjahrgang (siehe auch Kohorte). GenerationenerneuerungBedeutet, dass die Zahl der Sterbefälle in der Bevölkerung langfristig durch die Zahl der Geburten ausgeglichen wird und so die Bevölkerungszahl in der betrachteten Region konstant bleibt. Siehe auch Bestandserhaltungsniveau. HHealthy-Migrant-HypotheseHypothese, die von einer durchschnittlich besseren Gesundheit als Erklärung für die höhere Lebenserwartung von Migranten ausgeht.
Razum O, Zeeb H, Rohrmann S. (2000). The ‘healthy migrant effect’—not merely a fallacy of inaccurate denominator figures. International Journal of Epidemiology;29:191–92. Human Development IndexDer Human Development Index (HDI) misst die durchschnittliche soziale und ökonomische Entwicklung eines Landes anhand dreier grundlegender Faktoren: der Gesundheit, der Bildung und des Lebensstandards in einer Bevölkerung. Dazu werden vor Berechnung des HDIs drei Indices gebildet:
(1) Gesundheit - Der Gesundheitsstatus in einem Land wird anhand der Lebenserwartung bei Geburt gemessen.
(2) Bildung - Der Index zum Bildungsstand ist zusammengesetzt aus der Alphabetisierungrate bei Erwachsenen und der kombinierten Schuleinschreiberate in den primären, sekundären und tertiären Bildungsstufen.
(3) Lebensstandard - Grundlage des Indexes zum Lebensstandard ist die reale Kaufkraft pro Kopf gemessen in US-Dollar.
Im Rahmen des United Nations Development Programme (UNDP) wird der HDI seit 1990 in den Human Development Reports publiziert. Mehr Informationen zum Konzept des Human Development Index finden Sie auf den Seiten des UNDP.
Human Mortality DatabaseDie Human Mortality Database ist eine für alle Interessierten kostenfrei zugängliche Datenbank. In ihr werden Daten zur Entwicklung der Langlebigkeit während der letzten Jahrzehnte für 34 Staaten und Regionen dokumentiert. Der Zweck der Datenbank ist das Intensivieren und Erleichtern der Erforschung der Ursachen und Konsequenzen der Sterblichkeit. Dabei sind die Vergleichbarkeit, die Flexibilität und der international freie Zugang zu den Daten Hauptziel des Projektes. IDie Inzidenz gibt in der Medizin die Anzahl neuer Fälle einer bestimmten Erkrankung an, die in einer Population während eines definierten Zeitraums auftreten.
Siehe auch: Prävalenz Man erhält die Inzidenzrate, indem man die Anzahl der Neuerkrankungen (Zähler) ins Verhältnis zur definierten Risikobevölkerung (Nenner) setzt (üblicherweise auf ein Kalenderjahr und 1.000 Personen bezogen).
Siehe auch: Prävalenzrate J
- Keine Einträge -
KKohorteBezeichnet eine Gruppe von Personen, die ein gemeinsames zeitbezogenes Merkmal aufweisen. Eine Geburtskohorte umfasst z.B. alle Menschen eines bestimmten Geburtsjahrgangs (in der Regel eingegrenzt durch weitere Kriterien wie z.B. Geburtsland). Demografisch relevant könnte z.B. aber auch das Jahr der Eheschließung oder Einwanderung sein. KohortenfertilitätMisst im Gegensatz zur Periodenfertilität die Anzahl der tatsächlich geborenen Kinder pro Frau eines Geburtsjahrgangs (= Kohorte). Dieses Maß ist weniger großen Schwankungen unterworfen als die Periodenfertilität, kann jedoch erst rückwirkend bestimmt werden, wenn die reproduktive Phase eines Jahrgangs abgeschlossen ist. KohortensterblichkeitSterblichkeit eines bestimmten Geburtsjahrgangs (= Kohorte) über den Zeitablauf betrachtet. Anhand der Kohortensterblichkeit kann der Verlauf der Sterblichkeit innerhalb des zugrunde liegenden Geburtsjahrganges nachvollzogen werden. LLebenserwartung( = Periodenlebenserwartung)
MMedianDer Median (auch: Zentralwert) stellt in der Statistik den in der Mitte liegenden Wert einer nach Größe sortierten Wertereihe dar. 50 Prozent der Werte liegen somit unter und 50 Prozent über dieser Zahl. Bei einer geraden Anzahl an Werten wird zur Berechnung des Medians der Durchschnitt der beiden mittleren Zahlen aus der Reihe gebildet. MikrozensusEine seit 1957 durchgeführte repräsentative Haushaltsbefragung des Statistischen Bundesamts und der Statistischen Landesämter, an der jährlich 1% aller Haushalte in Deutschland beteiligt sind. Die jeweils über vier Jahre hinweg befragten Haushalte werden nach bestimmten Zufallskriterien ausgewählt. Der Mikrozensus dient der Bereitstellung statistischer Informationen über die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung sowie über Erwerbstätigkeit, Arbeitsmarkt und Ausbildung. MorbiditätBefasst sich mit dem Gesundheitszustand der Bevölkerung und beschreibt, wo und mit welcher Häufigkeit Krankheiten und Behinderungen innerhalb einer Gruppe (z.B. Gesamtbevölkerung, Geburtskohorte, Generation) vorkommen. Mortalität(= Sterblichkeit)
Die Mortalität wird von biologischen, medizinischen und sozioökonomischen Determinanten sowie von der individuellen Lebensweise beeinflusst. Als Maß für die Mortalität wird unter anderem die Sterberate verwendet. NNuptialität= (altersspezifische) Erstheiratsrate oder Erstheiratsziffer. Gibt an, welcher Anteil von Personen in einer bestimmten Altersklasse im betrachteten Jahr erstmals eine Ehe geschlossen hat. NUTSNUTS (frz.: Nomenclature des Unités Territoriales Statistiques) ist die Bezeichnung für ein System zur eindeutigen Identifizierung von Regionen der Europäischen Union. Um Räume und statistische Daten vergleichbar zu machen, werden Regionen auf der Grundlage vorhandener Verwaltungseinheiten und ähnlicher Bevölkerungsgrößen voneinander abgegrenzt und hierarchisch eingestuft:
NUTS-Ebene 0 Nationalstaaten
Beispiel DE803:
Die NUTS-Systematik findet beispielsweise Anwendung bei regionalen sozioökonomischen Analysen sowie bei der Vergabe von Subventionen aus den Strukturfonds der EU.
Weitere Informationen: http://ec.europa.eu/eurostat/ramon/nuts/home_regions_de.html OOpportunitätskostenGängiges wirtschaftswissenschaftliches Konzept. Man versteht darunter den entgangenen Nutzen, der bei zwei Alternativen durch die Entscheidung für die eine und gegen die andere Möglichkeit entsteht. PPeer Group(= Gleichengruppe, Ebenbürtigengruppe, Gleichrangigengruppe)
Allgemein ist dies jede Gruppe, die sich aus Individuen mit ähnlichen sozialen Merkmalen und gleichen Wertvortsellungen und Normen zusammensetzt. Gemeinhin bezieht sich der Begriff auf Altersgruppen, insbesondere auf die Kultur von Heranwachsenden, welche durch einen hohen Grad an Zusammenhalt, eine hierarchische Organisation und einer ablehnenden Haltung gegenüber der elterlichen Kultur ausgezeichnet sind. Periodenlebenserwartung
siehe Lebenserwartung
Plastizität der Langlebigkeit
(= Plastizität der Sterblichkeit)
Formbarkeit. Die Hypothese der plastischen Sterblichkeit geht davon aus, dass es auch im sehr hohen Alter noch möglich ist, die Wahrscheinlichkeit zu sterben zu reduzieren bzw. die verbleibende (fernere) Lebenserwartung zu erhöhen. Aus medizinischer Sicht bezeichnet die Prävalenz die statistische Häufigkeit einer Erkrankung in einer Population zu einem definierten Untersuchungszeitpunkt.
Siehe auch: Inzidenz Ermittelt wird die Prävalenzrate aus dem Quotienten aus der Anzahl der betroffenen Personen in einer Population und der Gesamtpopulation. Ist die Prävalenz auf einen bestimmten Zeitraum bezogen, bezeichnet man sie als Periodenprävalenz.
Siehe auch: Inzidenzrate PrognoseVorhersage eines Ereignisses, eines Zustandes oder einer Entwicklung. Einer Prognose liegen immer Annahmen zu Grunde (z.B. müssen bei der Vorhersage, wie sich die Bevölkerungsstruktur in den nächsten 30 Jahren entwickeln wird, Annahmen über Fertilität, Mortalität und Migration getroffen werden). Da diese Annahmen über die Zukunft getroffen werden und sich gerade über längere Zeiträume hinweg auch unvorhersehbare Entwicklungen ergeben können, unterliegen Prognosen immer einer gewissen Ungenauigkeit. Probabilistische PrognosenPrognosen, welche eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für zukünftige Werte angeben. Gute probabilistische Vorhersagen integrieren alle denkbaren Unsicherheiten (z.B. mögliche zukünftige Verläufe der verwendeten Eingangsgrößen). Pronatalistisch(= geburtenfördernd)
Der Begriff wird meist im Zusammenhang einer "pronatalistischen Familienpolitik" verwendet, d.h. es wird bewusst darauf gezielt, die Geburtenrate in einem Land zu fördern. Q
- Keine Einträge -
RRekordlebenserwartung
Höchste Lebenserwartung, die weltweit in einem bestimmten Jahr beobachtet wird. Aktuell halten japanische Frauen mit einer Lebenserwartung von 85 Jahren den Rekord.
SSäuglingssterblichkeit
Maß dafür, wie viele von 1.000 lebend geborenen Babys in einem bestimmten Kalenderjahr vor dem ersten Geburtstag sterben. In Deutschland beträgt dieser Wert nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenwärtig 4,2.
Selection bias
(= Stichprobenfehler, Stichprobeneffekt)
Bei vielen wissenschaftlichen Untersuchungen besteht die Gefahr, dass die Auswahl der Testpersonen oder das Testverfahren die Ergebnisse verfälscht oder beeinflusst, beispielsweise tritt bei Langzeitstudien möglicherweise ein Lern- oder Gewöhnungseffekt der Testpersonen auf. Semi-SupercentenariansBezeichnung für Menschen, die 105 Jahre alt oder älter sind.
siehe auch: Centenarians und unten Supercentenarians Sozio-Oekonomisches Panel SOEPJährliche Wiederholungsbefragung (seit 1984) von Deutschen, Ausländern und Zuwanderern in den alten und neuen Bundesländern. Themenschwerpunkte sind u.a. Erwerbs- und Familienbiographie, Erwerbsbeteiligung und berufliche Mobilität, Einkommensverläufe, Gesundheit und Lebenszufriedenheit. http://www.diw.de/deutsch/sop/ SterberateAnzahl der Individuen einer definierten Bevölkerung, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums (meist ein Jahr) bezogen auf 1000 Individuen sterben.
Wird als Maß für die Mortalität verwendet. Sterbetafel
(= Absterbeordnung)
Zeigt in tabellarischer Form die sogenannte "Absterbeordnung" eines vorgegebenen Ausgangsbestandes. Die Tabelle gibt an, wie viele Personen nach Ablauf des 1., 2., 3. usw. Lebensjahrs noch am Leben bzw. verstorben sind. Die wichtigsten Werte der Sterbetafeln berechnen sich auf der Grundlage von altersspezifischen Überlebens- bzw. Sterbewahrscheinlichkeiten. Sterbetafeln bilden z.B. die Basis zur Berechnung von Versicherungsprämien wie bei Lebens-, privaten Renten- oder Krankenversicherungen. Sterberisikowird in der Regel als Synonym für Sterbewahrscheinlichkeit verwendet. Sterbewahrscheinlichkeit(= wird in der Regel als Synonym für Sterberisiko verwendet)
Wahrscheinlichkeit, mit der eine Person, die ein bestimmtes Alter erreicht hat, vor Vollendung des nächsten Alters stirbt. Die Sterbewahrscheinlichkeit in einem Alter x ist definiert als die Anzahl der Sterbefälle im Alter x geteilt durch die Zahl der zu Beginn des Alters x lebenden Personen, also alle Personen, die das exakte Alter x erreichen und nun dem Risiko ausgesetzt sind, bis zum Alter x+1 zu sterben. Die Sterbewahrscheinlichkeit nimmt ab der späten Kindheit mit jedem weiteren Lebensjahr zu. Die Sterbewahrscheinlichkeit für die einzelnen Altersstufen werden i.d.R. aus den altersspezifischen Sterberaten abgeleitet und stellen die Grundlage der Berechnung von Sterbetafeln dar. SterblichkeitSiehe Mortalität SupercentenariansBezeichnung für Menschen, die 110 Jahre alt oder älter sind.
siehe auch: Centenarians und oben Semi-Supercentenarians TTempoeffektWird üblicherweise mit der zusammengefassten Geburtenziffer (Periodenfertilität, TFR) in Verbindung gebracht. Allgemein bezeichnet der Tempoeffekt eine Verzerrung in Periodenmaßen, die durch ein verändertes „Timing“ von demographischen Ereignissen (Geburten, Sterbefälle, usw.) hervorgerufen wird. Im Fall der Fertilität gilt, dass ein Anstieg im durchschnittlichen Gebäralter zu einer Verschiebung von Geburten auf einen späteren Zeitpunkt führt, was automatisch eine Unterschätzung des z. B. mit der TFR gemessenen Fertilitätsniveaus zur Folge hat. In der demographischen Fachliteratur wurden verschiedene Formeln zur Korrektur von Tempoeffekten vorgeschlagen. TFRtotal fertility rate, siehe Zusammengefasste Geburtenziffer U
- Keine Einträge -
V
- Keine Einträge -
W
- Keine Einträge -
X
- Keine Einträge -
Y
- Keine Einträge -
ZZusammengefasste Geburtenzifferengl. total fertility rate (TFR), auch: Periodenfertilität.
Bezeichnet die durchschnittliche Kinderzahl, die eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn für sie genau die alterspezifischen Geburtenraten zwischen ihrem 15. und 49. Lebensjahr gelten würden, die in dem betreffenden, aktuellen Kalenderjahr beobachtet werden. Theoretisches Maß, das die Fertilitätsverhältnisse eines Jahres widerspiegelt.
Gegensatz: Kohortenfertiltät. |
|
|||||||||||||||||||||||||||||