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Juniorprofessor für Demografie am Institut für Soziologie und Demografie der Universität Rostock (seit 2009)
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Forschungsexzerpt aus Veröffentlichungen des Autors
Seit Jahrzehnten ist zu beobachten, dass westliche Gesellschaften altern. Länder wie Japan, Frankreich oder Italien nehmen in diesem Prozess eine Vorreiterrolle ein. Die Lebenserwartung steigt, auch weil die Sterblichkeit im hochbetagten Alter zurückgeht, wie Roland Rau mit seinen detaillierten Mortalitätsanalysen zeigen kann: So haben die über 80- und über 90-Jährigen heute eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als noch zu Beginn der 1990er Jahre. Auch sinkt die Sterblichkeit bei den über 100-Jährigen - und dies in einem viel stärkeren Ausmaß als bei den über 80-Jährigen. Universell sind diese Trends jedoch nicht. Während einige Staaten immer schneller altern und deren Entwicklung in der Lebenserwartung vergleichbar ist mit der Entwicklung der Rekordlebenserwartung, so gibt es dennoch auch einige Staaten wie Dänemark, die Niederlande oder auch die USA, in denen über längere Zeiträume hinweg nur geringe Zuwächse zu verzeichnen waren.
Quelle: Rau, R., Soroko, E., Jasilionis, D., Vaupel, J. W. (2008): Continued reductions in mortality at advanced ages. Population and Development Review, 34:4, 747-768. |
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