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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 

Mikko Myrskylä

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Forschungsgruppenleiter der Max-Planck-Forschungsgruppe ‚Lifecourse Dynamics and Demographic Change’ am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (seit 2010)

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Forschungsgebiete

  • Lebenslaufanalysen und Demografischer Wandel
  • Statistische und mathematische Methoden der Demografie 

Forschungsschwerpunkte

  • Fertilität in Industriestaaten
  • Frühe Lebensbedingungen, Gesundheit und Sterblichkeit
  • Sozioökonomische Determinanten der Mortalität

Stationen

  • Geboren 1978

  • Studium der Volkswirtschaftslehre an der University of Helsinki, Finnland (1999 - 2005)

  • Studium der Statistik an der University of Jyväskylä, Finnland (2003 - 2005)

  • Master of Science in Statistik und Master of Social Sciences in VWL (beide in 2005)

  • Promotion in der Statistik an der University of Helsinki, Finnland (2007)

  • Promotion in der Demografie an der University of Pennsylvania, USA (2009)

     

 


Forschungsexzerpt aus Veröffentlichungen des Autors

 

Die Industriestaaten zeichneten sich in den vergangenen Jahrzehnten durch niedrige Geburtenraten aus, während in den Regionen von Schwellen- und Entwicklungsländern vergleichsweise viele Kinder zur Welt kamen. Diese Beobachtung führte in der Wissenschaft zu der Theorie, dass ein hohes Entwicklungsniveau in einem Land grundsätzlich mit einer niedrigen Fertilität einhergeht. In einer Untersuchung von Niedrigfertilitätsländern haben Mikko Myrskylä und Kollegen nun entdeckt, dass dieser Zusammenhang nach Beginn des 21. Jahrhundert nicht mehr haltbar ist: In sehr hohen Entwicklungsstufen (gemessen am Human Development Index) nimmt die Fertilität mit steigendem Entwicklungsniveau einer Bevölkerung wieder zu. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass erhebliche Abweichungen zwischen Bevölkerungsprognosen und der tatsächlich eintretenden Bevölkerungsentwicklung möglich sind, da in Prognosen stets konstant niedrige Fertilitätsraten angenommen wurden. Zudem sollten Familienpolitiker bei der Wahl ihrer strategischen Instrumente gegen die gesellschaftliche Überalterung das Niveau der sozialen und ökonomischen Entwicklung des Landes nicht außer Acht lassen.

 

Quelle:

Myrskylä, Mikko, Kohler, Hans-Peter, Billari, Francesco C. (2009): Advances in development reverse fertility declines, Nature, 460:7256: 741-743.

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Geburtenmonitor
 
  Die TFR für Gesamtdeutschland im April 2010: 1,29

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