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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 

Stefan Kroll

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Leiter des Arbeitsbereichs Historische Geographie und Demographie im Institut für Medienforschung (seit 2011)

 

Außerplanmäßiger Professor für Neuere Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock (seit 2009)

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Forschungsgebiete

  • Militärgeschichte der Frühen Neuzeit
  • Stadt- und Regionalgeschichte
  • Historische Geographie
  • Historische Demografie

Forschungsschwerpunkte

  • Militär und Gesellschaft im 18. Jahrhundert
  • Städtesystem und Urbanisierung im Ostseeraum
  • Historisch-Geographische Informationssysteme
  • Die schwedische Landesaufnahme von Pommern 1692-1709
  • Mecklenburg in der demografischen Transition des 19. Jahrhunderts

Stationen

  • Geboren 1965 in Buxtehude
  • Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und des Öffentlichen Rechts an der Universität Hamburg (1986-1992)
  • Abschluss als Magister Artium (1992)
  • Promotion an der Universität Hamburg (1995)
  • Wissenschaftlicher Assistent am Historischen Institut der Universität Rostock (1995-2001)
  • Habilitationsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2002)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Greifswald im Forschungsverbund „Städtesystem und Urbanisierung im Ostseeraum in der Neuzeit. Historisches Informationssystem und Analyse von Demografie, Wirtschaft und Baukultur“ (2002-2004)
  • Habilitation an der Universität Rostock (2004)
  • Privatdozent am Historischen Institut der Universität Rostock (2005)
  • Leiter des Arbeitsbereichs Multimedia und Datenverarbeitung in den Geisteswissenschaften (2004-2011)


Forschungsexzerpt aus Veröffentlichungen des Autors

 

Nachbarschaftsgeist und Solidarität zwischen Menschen am gleichen Wohnort hatten im 17. und 18. Jahrhundert in norddeutschen Städten eine Rolle inne, die nicht mit der heutigen Bedeutung der Nachbarschaft vergleichbar ist. Stefan Kroll (und Kollegen) untersuchte(n) eine Datensammlung mit soziogeo- und demografischen Informationen zu etwa 5.000 bürgerlichen Haushaltsvorständen in den zwei norddeutschen Städten Stade und Stralsund auf Charakteristika der Nachbarschaft und sozialen Vernetzung. Die Ergebnisse offenbaren: Nachbarschaft war eine sehr bedeutsame, auf Gegenseitigkeit angelegte soziale Beziehung, die vor allem dazu diente, Sozialkapital zu bilden. Dazu gehörte beispielsweise, dass Eltern für den Fall eines eigenen frühen Todes für ihre Kinder vorsorgten, indem Nachbarn zu Paten der Kinder wurden, sie auch als Zeugen bei Rechtsgeschäften fungierten oder man ihnen Vormundschaften übertrug. Dies geschah oft innerhalb der unmittelbaren Nachbarschaft, während Nachbarschaften im weiteren geografischen Sinne, beispielsweise über die Stadtmauer hinaus, eher räumlich und auch sozial getrennt voneinander lebten.  Wie beständig diese nachbarschaftlichen Beziehungen waren, wurde stark durch individuelle soziale und ökonomische Voraussetzungen und auch das Alter mitgeprägt.

 

Quelle:
Kroll, S. (2010): Nachbarschaft und soziale Vernetzung in norddeutschen Städten des 17. und 18. Jahrhunderts, in: Christine Roll u.a. (Hrsg.): Grenzen und Grenzüberschreitungen. Bilanz und Perspektiven der Frühneuzeitforschung, Köln u.a., S. 399-411.

DemoData
 
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Geburtenmonitor
 

Die TFR für Gesamtdeutschland im Oktober 2010: 1,37

 
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