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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 

Sebastian Klüsener

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Wissenschaftlicher Mitarbeiter  (seit 2008) und Stellvertretener Leiter der Abteilung Bevölkerung und Politik am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (seit 2009)

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Forschungsgebiete

  • Räumliche Demografie/ Bevölkerungsgeografie 
  • Geografische Politikevaluationsforschung 
  • Geografische Entwicklungs- und Transformationsforschung

 

Forschungsschwerpunkte

  • Wirkung wohlfahrtspolitischer Maßnahmen auf das Geburten- und Heiratsverhalten
  • Regionale Aspekte des Demografischen Wandels
  • Entstehung und Verbreitung neuer demografischer Verhaltensmuster in Zeit und Raum
  • Auswirkungen der Globalisierung auf die räumliche Bevölkerungsverteilung
  • Aufbau wissenschaftlicher Datenbanken im Forschungsfeld Politik und Demografie

 

Stationen

  • Geboren 1975
  • Diplomstudium der Geografie, VWL und des Öffentlichen Rechts an der Ruprecht-Karls Universität, Heidelberg (1996 – 2002)
  • Diplom in Geografie (2002)
  • Abschluss als Doktor rer. nat. im Fach Geografie an der Albert-Ludwigs Universität Freiburg (2006)
  • Postdoktorand in der Forschungsabteilung Bevölkerung und Politik am Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock (2007 – 2008)

 


Forschungsexzerpt aus Veröffentlichungen des Autors

 

Im Osten Deutschlands kommen stets mehr nichteheliche Kinder zur Welt als in den westlichen Regionen, in denen Paare öfter erst nach der Eheschließung die Familienplanung umsetzen. Diese Beobachtung ist nicht neu. Nachgewiesen bereits seit 1950, wurde häufig davon ausgegangen, dass die Verhaltensunterschiede im geteilten Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden. Sebastian Klüsener und Joshua R. Goldstein haben nun erstmals noch weiter in die Vergangenheit geschaut und entdeckt: Diese räumliche Trennlinie von ehelichen und nichtehelichen Geburten zwischen Ost- und Westdeutschland existierte nicht erst nach der Teilung des Staates im Jahr 1945. Die Auswertung historischer Daten lässt den Schluss zu, dass bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Divergenz im Familienbildungsverhalten zwischen den Gebieten der heutigen neuen und alten Bundesländer bestand.

 

Quelle: Klüsener, S., Goldstein, J.R. (2009): Räumliche Analyse des Geburtenverhaltens in Deutschland in Geschichte und Gegenwart: Die Integration soziologischer, geografischer und historischer Forschungsansätze. Jahrbuch der Max-Planck-Gesellschaft 2008 M.-P.-G. Generalverwaltung. München, Max-Planck-Gesellschaft.

 

Siehe auch: Kind ohne Trauschein – Ost-West-Unterschiede im Geburten- und Heiratsverhalten haben tiefe historische Wurzeln

DemoData
 
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Geburtenmonitor
 
  Die TFR für Gesamtdeutschland im März 2010: 1,34

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