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Wissenschaftlicher Mitarbeiter (seit 2008) und Stellvertretener Leiter der Abteilung Bevölkerung und Politik am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (seit 2009)
Forschungsgebiete
Forschungsschwerpunkte
Stationen
Forschungsexzerpt aus Veröffentlichungen des Autors
Im Osten Deutschlands kommen stets mehr nichteheliche Kinder zur Welt als in den westlichen Regionen, in denen Paare öfter erst nach der Eheschließung die Familienplanung umsetzen. Diese Beobachtung ist nicht neu. Nachgewiesen bereits seit 1950, wurde häufig davon ausgegangen, dass die Verhaltensunterschiede im geteilten Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden. Sebastian Klüsener und Joshua R. Goldstein haben nun erstmals noch weiter in die Vergangenheit geschaut und entdeckt: Diese räumliche Trennlinie von ehelichen und nichtehelichen Geburten zwischen Ost- und Westdeutschland existierte nicht erst nach der Teilung des Staates im Jahr 1945. Die Auswertung historischer Daten lässt den Schluss zu, dass bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Divergenz im Familienbildungsverhalten zwischen den Gebieten der heutigen neuen und alten Bundesländer bestand.
Quelle: Klüsener, S., Goldstein, J.R. (2009): Räumliche Analyse des Geburtenverhaltens in Deutschland in Geschichte und Gegenwart: Die Integration soziologischer, geografischer und historischer Forschungsansätze. Jahrbuch der Max-Planck-Gesellschaft 2008 M.-P.-G. Generalverwaltung. München, Max-Planck-Gesellschaft.
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