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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 

Artikel

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In einer Publikationsreihe veröffentlicht das Rostocker Zentrum seit Dezember 2006 wissenschaftliche Beiträge über politikrelevante Fragestellungen zum Demografischen Wandel. Die Inhalte ausgewählter Artikel dieser Reihe stellen wir Ihnen an dieser Stelle auf Deutsch vor.


Rostock Center – Discussion Paper n°1

Hetze, P. und Ochsen, C. (2006). Age Effects on Equilibrium Unemployment.

Die Erwerbsbevölkerung vieler Industrienationen wird immer älter. Von Land zu Land unterschiedlich ist jedoch, wie sich die demografischen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt auswirken. So werden Schweden und Spanien aufgrund des steigenden Anteils älterer Erwerbspersonen wahrscheinlich von einem Beschäftigungszuwachs profitieren können, in Frankreich und Japan hingegen führt die Alterung eher zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Rostock Center - Discussion Paper n°4

 

Luy, M. (2006). Perspektiven für die zukünftige Entwicklung der Lebenserwartung.


Die Frage, mit welcher durchschnittlichen Lebenserwartung wir in Zukunft rechnen können, ist Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Diskussionen. Optimistische Schätzungen prognostizieren, dass bis zum Jahr 2050 der Wert von 100 Jahren erreicht wird. Eine hypothetische Modellberechnung verdeutlicht, dass diese Prognose aus mathematischer Sicht realistisch sein könnte.

Rostock Center - Discussion Paper n°5

Luy, M., Caselli G. (2006). The Impact of a Migration-Caused Selection Effect on Regional Mortality Differences in Italy and Germany.

Wissenschaftliche Arbeiten haben gezeigt, dass Migranten gesünder sind und länger leben als sesshafte Menschen. Führt dies zu einer relativ hohen Sterblichkeit in Regionen, aus denen viele Personen ab-, in die aber wenige zuwandern? In einer vergleichenden Studie für Deutschland und Italien konnten Rostocker Wissenschaftler diese Annahme nun bestätigen: In beiden Ländern ist jeweils in den Gebieten mit den höchsten Abwanderungsraten die höchste Sterblichkeit zu verzeichnen. In Deutschland wirkt dieser Selektionseffekt am stärksten bei den 15- bis 40-Jährigen, in Italien bei den über 70-Jährigen.


Rostock Center – Discussion Paper n°7


Doblhammer, G., Hoffmann, R., Muth, E., Nusselder, W. (2007). The Effect of Sex, Obesity and Smoking on Health Transitions: A statistical meta-analysis based on a systematic literature review.

Die Vielfalt an Studien, die den Einfluss von Risikofaktoren, wie das Geschlecht, Rauchen und extremes Übergewicht, auf die Gesundheit und die Lebenserwartung untersuchen, ist groß. Mit einer übergeordneten Analyse konnten Wissenschaftler der Universität Rostock nun allgemeine Trends aus den Ergebnissen von 55 Einzelstudien herausarbeiten. So bestätigt ihre Untersuchung das bekannte Paradoxon, dass Frauen im Vergleich zu Männern zwar ein größeres Risiko haben, pflegebedürftig zu werden, jedoch eine geringere Sterblichkeit aufweisen. Überraschender war ein zweites, auf den ersten Blick widersprüchliches Ergebnis: Im Vergleich zu Über- und Normalgewichtigen werden fettleibige Menschen zwar häufiger pflegebedürftig und haben dann wenig Chance auf vollständige Genesung, sie haben aber auch ein geringeres Risiko zu sterben. i

Rostock Center – Discussion Paper n°11

Frosch, K. (2006). Einfluss soziodemographischer Faktoren und der Erwerbsbiographie auf die Reintegration von Arbeitssuchenden: Schlechte Chancen ab Alter50?

Während in vielen europäischen Ländern die Arbeitslosenrate mit zunehmendem Alter sinkt, sind in Deutschland die 55- bis 64-Jährigen häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als jüngere Arbeitnehmer. Dies lässt sich unter anderem mit schlechteren Wiedereinstellungschancen älterer Arbeitnehmer erklären, wie eine aktuelle Untersuchung des Rostocker Zentrums über den Zusammenhang zwischen dem Alter und einer erfolgreichen Reintegration nach Verlust des Arbeitsplatzes zeigt.

Rostock Center - Discussion Paper n°13

 

Kuhn, M., Nuscheler, R. (2007). Optimal Public Provision of Nursing Homes and the Role of Information.

 

Warum häufig in Heimen gepflegt wird, selbst wenn häusliche Pflege geeigneter wäre, untersuchen Michael Kuhn und Robert Nuscheler in einem ökonomischen Modell. Versucht der Staat Familien mit schweren Pflegefällen finanziell zu entlasten, so besteht für Familien mit nur leicht Pflegebedürftigen ein Anreiz, diese Vergünstigungen ‚mitzunehmen’, solange der Schweregrad der Pflegebedürftigkeit vom Staat nicht vollständig beobachtbar ist. Dieser Anreiz sinkt, wenn die finanzielle Unterstützung an die Einweisung in ein Pflegeheim gebunden wird. Denn die Pflege im Heim bedeutet bei leichten Pflegefällen vor allem einen Verlust an Unabhängigkeit und bringt erst für schwer Pflegebedürftige einen Nutzen. Eine bessere Umverteilung der öffentlichen Gelder zugunsten wirklich belasteter Familien ist die Folge. Es ist daher sinnvoll, häufiger in Heimen pflegen zu lassen, solange der Staat die Informationen zur Pflegebedürftigkeit nicht vollständig beschaffen kann.

Rostock Center - Discussion Paper n°14

 

Kuhn, M., Hetze P. (2007). Team Composition and Knowledge Transfer within an Ageing Workforce.

 

Ältere Menschen verfügen häufig über wertvolles ‚ungeschriebenes’ Erfahrungswissen. Für eine Volkswirtschaft ist es optimal, wenn dieses Wissen an nachfolgende Generationen weitergegeben wird. Dabei erfolgt in einer Marktwirtschaft der Wissenstransfer, soweit er Kosten verursacht, nur gegen Bezahlung. In einer alternden Gesellschaft erschwert dies die Weitergabe von Wissen: Die Nachfrage nach Wissen sinkt, da immer weniger junge Menschen nachrücken. Gleichzeitig müssen die Jungen damit rechnen, dass sie das Wissen der Älteren, für das sie heute bezahlen, später nur zu einem geringeren Preis an die nächste Generation weitergeben können. Folglich verringern sie ihre Investitionen in den Aufbau von Wissensbestand. Der zunächst rein demografisch bedingte Rückgang des Wissenstransfers wird damit durch ökonomische Effekte verstärkt. Untersucht wird, inwiefern dies zu einer Verminderung der Wohlfahrt führt.

Rostock Center - Discussion Paper n°22

 

Scholz, R., Rößger, F., Kreft, D., Steinberg, J., Doblhammer, G. (2008). Bevölkerungsprognose für Mecklenburg-Vorpommern auf Kreisebene bis zum Jahr 2030.

 

Mecklenburg-Vorpommern wird bis 2030 stark schrumpfen und altern. Die Städte zeigen jedoch eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Während die Universitätsstädte an Bevölkerung gewinnen, wird die Einwohnerzahl von Neubrandenburg und Wismar vermutlich stark absinken. In den Landkreisen wird das Schrumpfen und Altern verstärkter zu beobachten sein als in den Städten. Insbesondere dort müssen Anpassungen an den Infrastruktur- und Versorgungsbedarfs vorgenommen werden, um die Entwicklungen aufzufangen.

 

Excel Datei Die Prognoseergebnisse für 5-Jahres-Altersklassen bis 2030, aufbereitet in einer Exceldatei, finden Sie hier



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