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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 

Zahlen & Fakten

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Es werden immer weniger Kinder geboren, die Bevölkerung altert, Familienstrukturen ändern sich, Menschen wandern ein, Landstriche dünnen aus. Der Demografische Wandel verändert unsere Gesellschaft tiefgreifend. Politiker, Journalisten und zunehmend auch Unternehmen interessieren sich für die demografische Entwicklung und ihre Folgen. Alle reden darüber, aber nur wenige gehen den Phänomenen wissenschaftlich auf den Grund. Wie bieten hier einige Zahlen und Fakten, die der Debatte um den Demografischen Wandel soliden Boden bereiten.

Wesentliche Zahlen und Fakten zum Demografischen Wandel in Deutschland:

Kinder und Familie
  • Seit 1972 werden in Deutschland weniger Menschen geboren als im selben Jahr sterben.
  • Mit heute durchschnittlich rund 1,4 Kindern je Frau ersetzt die Kindergeneration in Deutschland nicht die Elterngeneration.
  • Praktisch kein europäisches Land erreicht mehr ein Geburtenniveau, das notwendig wäre, um die Bevölkerungszahl ohne Zuwanderung zu halten.
  • Eltern werden immer älter: Westdeutsche Frauen waren 1980 bei der Geburt eines Kindes durchschnittlich 27,1 Jahre alt, 1999 waren es bereits 28,9 Jahre. In Ostdeutschland hat sich das durchschnittliche Alter der Mütter im gleichen Zeitraum von 24,5 auf 27,5 Jahre erhöht.
  • Der Anteil kinderloser Frauen in Westdeutschland ist heute mit rund 25 Prozent einer der höchsten in der Welt.

Alter
  • Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt hat sich in Deutschland seit 1871/1880 mehr als verdoppelt: bei den Männern von 35,6 auf 75,9 Jahre in 2002/2004, bei den Frauen im gleichen Zeitraum von 38,5 auf 81,6 Jahre.
  • Dies entspricht einem Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung von fast vier Monaten pro Jahr.
  • Die Anzahl der über Hundertjährigen ist seit 1960 rapide gestiegen. Gab es damals in Westdeutschland noch weniger als zwei Personen dieser Altersgruppe je einer Million Einwohner, waren es 1980 bereits mehr als 12 und 2000 sogar über 82 Personen.
Migration
  • Ohne Nettozuwanderung würde die Bevölkerungszahl in Deutschland schon seit 1972 sinken.
  • Zwischen 1950 und 2003 sind rund 35 Millionen Menschen - Deutsche und Ausländer - aus dem Ausland nach Deutschland gezogen. Im gleichen Zeitraum haben rund 25 Millionen Menschen Deutschland verlassen.
  • Im Jahr 1970 gab es in Westdeutschland fast 3 Millionen Ausländer. Dies entsprach einem Anteil von 4,9 Prozent an der Bevölkerung. 2004 lebten rund 6,7 Millionen Ausländer in Deutschland - 8,1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland.
  • Zwischen 1989 und 2003 sind fast 3,2 Millionen Menschen von Ost- nach Westdeutschland gezogen. In umgekehrter Richtung sind es nur 1,7 Millionen.

Konsequenzen
  • Das mittlere Alter der Bevölkerung in Deutschland betrug 1910 noch 23,6 Jahre, 2003 waren es bereits 40,9 Jahre. Für das Jahr 2050 ist ein mittleres Alter von rund 50 Jahren zu erwarten.
  • Die Bevölkerungszahl und insbesondere die Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter werden deutlich sinken.
  • Diese demografische Entwicklung hat weitreichende gesellschaftliche und sozioökonomische Folgen. Unter anderem sind die Sozialversicherungssysteme, die Arbeitsmärkte und das Wirtschaftswachstum betroffen.


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