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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 

Familienpolitische Maßnahmen


Ein Glücksprinzip: Investiere in Kinder, wenn du jung bist und gewinne Wohlbefinden im Alter

 
Weltweit ist der Glaube verbreitet, dass Kinder zu haben - vor allem für Frauen - entscheidend für ein glückliches und erfülltes Leben ist. Tatsächlich zeigt die Mehrheit wissenschaftlicher Studien jedoch das Gegenteil: Menschen ohne Kinder sind glücklicher als Eltern. Eine Untersuchung von Rachel Margolis and Mikko Myrskylä wirft neues Licht auf dieses Paradoxon. Sie zeigt: Junge Eltern sind tatsächlich weltweit weniger glücklich als junge Menschen ohne Kinder. Im Alter dreht sich dies jedoch um. Die Existenz von Kindern ist dann ein Glücksbringer. Jedoch bestimmen politische Rahmenbedingungen mit, wie stark das Glück vom Vorhandensein von Kindern beeinflusst wird.  mehr  


Häusliche Aufgabenteilung wandelt sich nur zögerlich - Engagement der Männer in Deutschland vor allem bei der Kinderbetreuung gering

 
  Frauen übernehmen nach wie vor den größten Teil der mit Haushalt und Kinderbetreuung verbundenen Aufgaben. Ein Wandel hin zu einer eher ausgeglichenen Arbeitsteilung in Partnerschaften findet nur langsam statt. Vor allem Kinderbetreuung bleibt eine weibliche Domäne. Die Geburt des ersten Kindes bewirkt darüber hinaus einen Traditionalisierungsschub, der sich auch auf klassische Hausarbeiten auswirkt.  mehr


Geburtenraten in vielen Industriestaaten steigen wieder - Eine nachhaltige Trendumkehr scheint möglich

 
Die Zeiten extrem niedriger Geburtenraten sind vorbei. Einer der wichtigsten Gründe ist, dass Eltern die Geburt ihrer Kinder heute weniger aufschieben als früher. Dies legt eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung Rostock und des Vienna Institute of Demography nahe.  mehr  


Familienpolitik im antiken Griechenland und Rom – Wie die Definition der Staatsbürgerschaft familiäres Verhalten beeinflusste

 
  Schon in der antiken griechisch-römischen Welt wirkten politische Maßnahmen bis in die Privatsphäre der Menschen und beeinflussten familiäres Verhalten. Die Historikerin Saskia Hin hat beim Studium von Grabinschriften, historischen Prozessunterlagen und literarischen Quellen einen Zusammenhang zwischen der Definition von Staatsangehörigkeit und der Partnerwahl im klassischen Athen und aufstrebenden Rom gefunden. Auch die Stärke der sozialen Verbindung mit der weiten Verwandtschaft schien durch die Rechte und Pflichten, die sich aus einer Staatsangehörigkeit ergaben, mitbestimmt.  mehr


Alte und Kinderlose versus Junge und Eltern - Erstmals Verteilungskonflikte in sozialpolitischen Meinungen nachgewiesen

 
Je älter ein Bundesbürger, desto weniger familienfreundlich ist die Politik, die er sich wünscht. Und desto eher will er ein Rentensystem, das die jüngere Generation stärker belastet. Gleichzeitig wollen Kinderlose weniger Unterstützung für Familien als Eltern. Diese Anzeichen für einen Verteilungskonflikt zwischen verschiedenen demografischen Gruppen, die sich bisher für Deutschland nicht empirisch untermauern ließen, hat der Politologe Harald Wilkoszewski vom MPIDF nun erstmals wissenschaftlich belegt.  mehr  


Väter und Kinder allein zu Haus: Deutsche Väter in Elternzeit waren stets eine Ausnahmeerscheinung

 
  Bis 2006 lag der Anteil der Männer an allen Personen, die Erziehungsgeld empfangen haben, deutschlandweit bei maximal drei Prozent. Esther Geisler und Michaela Kreyenfeld vom MPIDF sind diesem Phänomen nun in einer Studie nachgegangen. Die Frage, ob es eher ökonomische oder kulturelle Faktoren sind, die die Betreuungsentscheidung von Männern beeinflussen, stand dabei im Mittelpunkt. Es zeigte sich, dass Männer eher Elternzeit nehmen, wenn ihre Partnerinnen einen höheren Bildungsgrad aufweisen oder älter sind als sie selbst. Auch ökonomische Unsicherheitsfaktoren scheinen auf die Entscheidung für oder gegen eine Elternzeit zu wirken.  mehr


Armutsvermeidung durch Kinderbetreuung und Gleichstellung – insbesondere für Alleinerziehende

 
Elterngeld, Elternzeit, Kinderbetreuung – mit solchen Angeboten will die Politik Eltern ermöglichen, Beruf und Familie zu vereinbaren. Die Politikstrategien unterschiedlicher Länder spiegeln dabei verschiedene Rollenbilder von Männern und Frauen wider und beeinflussen die wirtschaftliche Situation von Frauen. Eine vergleichende Studie zeigt, dass das Armutsrisiko für Frauen in den Ländern groß ist, welche an der primären Rolle der Frau als Betreuerin ihrer Kinder zu Hause festhalten. Besonders betroffen: alleinerziehende Mütter.   mehr  


Schwedische Gleichstellungspolitik ist in den Familien angekommen

 
  Seit Jahrzehnten hat die schwedische Politik zum Ziel, die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Berufs- und Familienleben zu erhöhen. Neue Auswertungen schwedischer Bevölkerungsdaten zum Geburtenverhalten verdeutlichen nun, dass in Schweden die berufliche Situation beider Elternteile von großer Bedeutung für die weitere Nachwuchsplanung ist und insbesondere ein hohes Einkommen der Mutter die Geburt weiterer Geschwister erleichtert.  mehr


Nur eine Alternative für hochqualifizierte Frauen? - Kleinkinderbetreuung in Deutschland: Erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West

 
In Deutschland soll die Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren bis zum Jahr 2013 auf durchschnittlich 35 Prozent angehoben werden. Noch ist allerdings ein erheblicher Ost-West-Unterschied zu beobachten. Zwar hat seit 1995 die Nutzung von Kinderbetreuungseinrichtungen für unter Dreijährige auch in Westdeutschland deutlich zugenommen. Jedoch zeigt sich, dass weiterhin vor allem Frauen mit Abitur Krippen und Tagesmütter für Kleinkinder in Anspruch nehmen.  mehr  


Familienpolitik: Was machen die Schweden anders

 
  Schweden hat sich den Ruf eines familienpolitischen Vorzeigelandes erworben. Tatsächlich liegt die zusammengefasste Geburtenziffer in Schweden 2004 bei knapp 1,8 Kindern pro Frau. Das reicht zwar nicht an die Schwelle der Generationenerneuerung heran, die bei 2,1 liegt, aber der Wert ist im europäischen Vergleich hoch. Inwieweit ist die vergleichsweise hohe Geburtenrate ein Resultat der schwedischen Familienpolitik?  mehr


Tradierte Strukturen hemmen innovative Kinderbetreuungspolitik

 
Kinderbetreuungspolitik und deren Finanzierung sind bei den Kommunen angesiedelt. Diese sind jedoch nicht frei in der Entscheidung, nach welchen Kriterien und an wen sie ihre Gelder vergeben, sondern müssen sich dabei weitgehend an gegebenen, inflexiblen Strukturen orientieren. Dadurch wird eine innovative Kinderbetreuungspolitik erschwert, kritisieren Michaela Kreyenfeld vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung sowie C. Katharina Spieß und Gert G. Wagner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin.   mehr  


Das Leben nach der Babypause

 
  Wie sich eine Babypause nach der Geburt des ersten Kindes auf das weitere berufliche Fortkommen einer Frau auswirkt, hängt vor allem von ihrer Verankerung in der Arbeitswelt ab. So lassen sich die Ergebnisse zusammenfassen, die in einer Kooperation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg mit dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock und der Abteilung für Statistik der Universität München entstanden.  mehr


Familienfreundliches Frankreich

 
Frankreich gilt als familienpolitisches Musterland: Dort gibt es nicht nur eine besonders hohe Frauenerwerbsquote, sondern gleichzeitig auch eine deutlich höhere Geburtenrate als in anderen europäischen Staaten. Der Konflikt zwischen Familie auf der einen und Karriere auf der anderen Seite wird durch staatliche Maßnahmen zur Kinderbetreuung und finanzielle Beihilfen wesentlich besser entschärft als in Deutschland.  mehr  


Klassisches Rollenverhalten trotz hohen Bildungsniveaus

 
  In Westdeutschland dominiert selbst bei Frauen mit Universitätsabschluss das klassische Rollenmodell: Wenn es um die Entscheidung für ein zweites Kind geht, zählen die hochqualifizierten Mütter nicht auf ihre eigenen Einkünfte, entscheidend ist das Ausbildungsniveau und die Verdienstmöglichkeit des Mannes. In Frankreich dagegen bleiben die Frauen mit Uni-Abschluss auch beim zweiten Kind häufiger berufstätig und verlassen sich so auf ihre eigenen Ressourcen.  mehr


Eine Frage der Entscheidung

 
Vor der Wende mussten sich Frauen in Westdeutschland zwischen Kindern und Arbeit entscheiden, ihre Geschlechtsgenossinnen in Ostdeutschland dagegen nur für den richtigen Zeitpunkt einer Familiengründung. Das ist das Ergebnis einer Studie, in der Michaela Kreyenfeld vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung die Familienpolitik und die Geburtenrate in der früheren Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland verglich.   mehr  


Familienpolitik festigt traditionelle Frauenrolle

 
  Die familienpolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland fördern einseitig traditionelle Familienmodelle. Gesellschaftliche Veränderungen der letzten Jahre wie der Wandel der Frauenrolle und die zunehmende Erwerbsorientierung von Frauen werden nicht berücksichtigt. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Michaela Kreyenfeld und Dirk Konietzka vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung. Die beiden Wissenschaftler untersuchten den Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen auf die Geburtenentwicklung in Deutschland.  mehr


Mehr Babys helfen nicht: Demografie-resistente Politik für ein alterndes Deutschland

 
Die deutsche Gesellschaft wird dramatisch altern. Maßnahmen der Familien- und Zuwanderungspolitik können den Demografischen Wandel kaum aufhalten. Stattdessen sind kreative Ansätze gefragt, um Arbeits-, Wohn- und Lebensbedingungen an die veränderten Erfordernisse einer gealterten Bevölkerung anzupassen. Langfristige Strategien statt kurzfristiger Legislaturpolitik sind dringend erforderlich, mahnt Politikwissenschaftler Harald Wilkoszewski vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung.  mehr  


Wenn dritte Kinder selten werden: Unabhängigkeit oder konservative Anpassung der österreichischen Frauen?

 
  Österreich ist keine Ausnahme: Wie in allen Industrienationen ist hier die Geburtenrate stark zurückgegangen, und das schon seit den sechziger Jahren. Das liegt auch daran, dass immer weniger Frauen ein drittes Kind bekommen. Liegt das daran, dass Frauen zunehmend von ihrem Partner unabhängig werden? Und: Welche Rolle spielt die Familienpolitik in Österreich?  mehr


Aller guten Dinge sind drei?! Familiengrößen in Norwegen und Westdeutschland im Vergleich

 
Die Geburtenrate liegt überall in Europa unter der Schwelle der Generationenerneuerung. Dennoch: Es gibt Unterschiede zwischen den Ländern, etwa in der Zahl der Familien mit mehr als zwei Kindern. Sowohl in Westdeutschland als auch in Norwegen sind so große Familien die Ausnahme, doch in Deutschland sind sie deutlich seltener. Inwieweit hängt dies mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen oder mit familienpolitischen Maßnahmen zusammen? David Alich vom MPIDR untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede.  mehr  


Erst arbeiten, dann Kinder – Geburtenverhalten einheimischer und nach Schweden immigrierter Frauen

 
  Warum, wann und wie häufig sich Frauen für Nachwuchs entscheiden, ist von Land zu Land verschieden und nicht selten ein Spiegelbild der Familienpolitik des jeweiligen Staates. Wie wenig Einfluss hingegen kulturelle Wurzeln und Traditionen haben können, zeigen in Schweden lebende Ausländerinnen. Ob Somalierinnen, Thailänderinnen oder Deutsche, sie alle zeigen ein für ihr Aufnahmeland charakteristisches Geburtenverhalten.  mehr

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