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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 

Familie und Erwerbsleben


Gehen uns die Akademiker aus? – Bildungspolitische Herausforderungen einer alternden Gesellschaft

 
Im Jahr 2008 standen 100 Erwerbstätigen etwa 32 junge Menschen im Alter 20 Jahre und jünger gegenüber – 1970 waren es noch etwa 52 Jugendliche. Im Alltag machen sich diese Veränderungen schon seit Längerem bemerkbar: Schulen werden geschlossen, Unternehmen suchen händeringend Auszubildende und Universitäten liegen in einem immer stärker werdenden Wettbewerb um die Abiturienten. Doch wer sind eigentlich diese kleineren jungen Generationen, die bald berufstätig sind oder an den Universitäten studieren? Wie sehen sie selbst ihre Zukunft und ihre Bildungschancen? Und welche Lebensentwürfe erträumen sie sich? Das Akademikerdasein kommt in diesen Lebensläufen wohl vor. Dazu braucht es aber Anreize – auch von Seiten der Hochschulen. Vor allem Universitäten in Abwanderungsregionen stehen dabei vor einer großen Aufgabe.   mehr  


Das nichteheliche Erstgeborene erzählt Unvermutetes über den Bildungsgrad der Mutter

 
  Dass unverheiratete Frauen Kinder bekommen, ist heute in Europa keine Seltenheit. Hinter der Entscheidung für eine nichteheliche oder eheliche Geburt des ersten Kindes steckt jedoch anderes, als gesellschaftstheoretisch angenommen wurde. Forscher fanden in einer europäischen Studie heraus, dass Frauen mit niedrigen Bildungsabschlüssen in jüngster Zeit viel eher ein erstes Kind außerhalb der Ehe bekommen als hoch gebildete Frauen. Die Bildung scheint nicht nur der Schlüssel zu stabilen finanziellen Verhältnissen, sondern auch zu stabilen privaten Bindungen zu sein.   mehr


Unterschiede in der Müttererwerbstätigkeit bleiben bestehen - Ostdeutsche Frauen mit Kindern sind häufiger Vollzeit erwerbstätig als westdeutsche

 
Die Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt stellt noch heute einen der markantesten Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland dar. Besonders stark zeigt sich der innerdeutsche Unter schied in der Erwerbstätigkeit von Müttern: Ostdeutsche Mütter sind mehr als doppelt so häufig Vollzeit erwerbstätig wie westdeutsche.  mehr  


Häusliche Aufgabenteilung wandelt sich nur zögerlich - Engagement der Männer in Deutschland vor allem bei der Kinderbetreuung gering

 
  Frauen übernehmen nach wie vor den größten Teil der mit Haushalt und Kinderbetreuung verbundenen Aufgaben. Ein Wandel hin zu einer eher ausgeglichenen Arbeitsteilung in Partnerschaften findet nur langsam statt. Vor allem Kinderbetreuung bleibt eine weibliche Domäne. Die Geburt des ersten Kindes bewirkt darüber hinaus einen Traditionalisierungsschub, der sich auch auf klassische Hausarbeiten auswirkt.  mehr


Unverhofft kommt oft – Ungeplanter Nachwuchs ist keine Seltenheit

 
Es gibt im Leben nur wenige Ereignisse, die den Lebensverlauf so stark verändern können, wie die Geburt eines Kindes. Doch unverhofft kommt oft: Jede dritte Schwangerschaft, die in Deutschland ausgetragen wird, ist ungeplant. Zudem unterscheiden sich Frauen je nach Alter, Bildungsstand oder auch regionaler Herkunft darin, wie bewusst sie die Familienplanung angehen.  mehr  


Kind ohne Trauschein – Ost-West-Unterschiede im Geburten- und Heiratsverhalten haben tiefe historische Wurzeln

 
  Im Osten Deutschlands werden heute deutlich mehr Kinder nichtehelich geboren als im Westen. Auf Basis historischer Statistikdaten konnten die Max-Planck Wissenschaftler Sebastian Klüsener und Joshua R. Goldstein aufzeigen, dass der Grundstein für diese regionale Differenzierung nicht erst im Rahmen der deutsch-deutschen Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg gelegt wurde. Vielmehr lassen sich Unterschiede bis weit ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen.  mehr


Vom Geben und Nehmen im Lebenslauf - Der ökonomische Lebenszyklus in Deutschland

 
Im Laufe seines Lebens ist der Mensch über lange Zeit auf die Unterstützung durch die Familie oder den Staat angewiesen. Hauptsächlich im Kindes- und Jugendalter sowie im Pensionsalter konsumiert der Mensch viel, erwirtschaftet jedoch kein eigenes Einkommen. Eine Studie des MPIDF zeigt für 2003, dass das Arbeitseinkommen eines Durchschnittsdeutschen nur zwischen dem 27. und 57. Lebensjahr über dessen Konsumausgaben liegt. Bei den Jüngeren und Älteren spielt der Staat eine tragende Rolle: Kinder und Jugendliche nutzen das öffentliche Bildungsangebot, betagte Menschen vor allem Leistungen des Gesundheitssystems.   mehr  


Väter und Kinder allein zu Haus: Deutsche Väter in Elternzeit waren stets eine Ausnahmeerscheinung

 
  Bis 2006 lag der Anteil der Männer an allen Personen, die Erziehungsgeld empfangen haben, deutschlandweit bei maximal drei Prozent. Esther Geisler und Michaela Kreyenfeld vom MPIDF sind diesem Phänomen nun in einer Studie nachgegangen. Die Frage, ob es eher ökonomische oder kulturelle Faktoren sind, die die Betreuungsentscheidung von Männern beeinflussen, stand dabei im Mittelpunkt. Es zeigte sich, dass Männer eher Elternzeit nehmen, wenn ihre Partnerinnen einen höheren Bildungsgrad aufweisen oder älter sind als sie selbst. Auch ökonomische Unsicherheitsfaktoren scheinen auf die Entscheidung für oder gegen eine Elternzeit zu wirken.  mehr


Armutsvermeidung durch Kinderbetreuung und Gleichstellung – insbesondere für Alleinerziehende

 
Elterngeld, Elternzeit, Kinderbetreuung – mit solchen Angeboten will die Politik Eltern ermöglichen, Beruf und Familie zu vereinbaren. Die Politikstrategien unterschiedlicher Länder spiegeln dabei verschiedene Rollenbilder von Männern und Frauen wider und beeinflussen die wirtschaftliche Situation von Frauen. Eine vergleichende Studie zeigt, dass das Armutsrisiko für Frauen in den Ländern groß ist, welche an der primären Rolle der Frau als Betreuerin ihrer Kinder zu Hause festhalten. Besonders betroffen: alleinerziehende Mütter.   mehr  


Berufliche Unsicherheit und Familienplanung: Zukunftsmodell Ost?

 
  Ungewisse berufliche Perspektiven behindern die Familiengründung im Westen offenbar stärker als im Osten. Der schwierigen Arbeitsmarktlage zum Trotz bleiben junge Ostdeutsche seltener kinderlos und sind bei Geburt ihres ersten Kindes immer noch etwas jünger als ihre westdeutschen Altersgenossen. In qualitativen Interviews mit jungen Menschen in Rostock und Lübeck kamen Forscher des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung um Prof. Laura Bernardi signifikant unterschiedlichen Strategien zur Risikobewältigung in Ost und West auf die Spur.  mehr


Mind the Gap! Wege aus der Rentenlücke - Stärkere Ewerbsbeteiligung von Frauen als Schlüssel zur höheren Alterssicherung

 
Frauen verfügen in Deutschland über eine wesentlich geringere eigenständige Alterssicherung als Männer. Wie könnte die klaffende Rentenlücke zwischen Frauen und Männern in der Gesetzlichen Rentenversicherung verringert werden? Eine Analyse des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung zeigt, dass Reformalternativen aus Schweden und der Schweiz die Rentenlücke nicht schmälern können. Das Problem der niedrigen Renten von Frauen sollte vielmehr dort gelöst werden, wo es entsteht – am deutschen Arbeitsmarkt.  mehr  


Schwedische Gleichstellungspolitik ist in den Familien angekommen

 
  Seit Jahrzehnten hat die schwedische Politik zum Ziel, die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Berufs- und Familienleben zu erhöhen. Neue Auswertungen schwedischer Bevölkerungsdaten zum Geburtenverhalten verdeutlichen nun, dass in Schweden die berufliche Situation beider Elternteile von großer Bedeutung für die weitere Nachwuchsplanung ist und insbesondere ein hohes Einkommen der Mutter die Geburt weiterer Geschwister erleichtert.  mehr


Bessere Ausbildung verzögert die Familiengründung

 
Seit der Wende verschieben besser ausgebildete Frauen die Geburt ihres ersten Kindes in Ostdeutschland auf einen späteren Zeitpunkt. Diese Schlussfolgerung ziehen Johannes Huinink vom Institut für empirische und angewandte Soziologie an der Universität Bremen und Michaela Kreyenfeld vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung aus einer Studie, in der die Forscher den Einfluss der beruflichen Situation von ostdeutschen Frauen des Geburtenjahrgangs 1971 und ihrer Partner auf die Familiengründung analysierten.   mehr  


Nur eine Alternative für hochqualifizierte Frauen? - Kleinkinderbetreuung in Deutschland: Erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West

 
  In Deutschland soll die Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren bis zum Jahr 2013 auf durchschnittlich 35 Prozent angehoben werden. Noch ist allerdings ein erheblicher Ost-West-Unterschied zu beobachten. Zwar hat seit 1995 die Nutzung von Kinderbetreuungseinrichtungen für unter Dreijährige auch in Westdeutschland deutlich zugenommen. Jedoch zeigt sich, dass weiterhin vor allem Frauen mit Abitur Krippen und Tagesmütter für Kleinkinder in Anspruch nehmen.  mehr


Geld macht glücklich, wenn der Mann es verdient – auch im modernen Schweden

 
Die schwedische Politik fördert seit Jahrzehnten den gleichberechtigten Zugang von Männern und Frauen zum Arbeitsmarkt und weist im europäischen Vergleich eine der höchsten Frauenerwerbsquoten auf. Der männliche Alleinversorger zählt im Land zu den Auslaufmodellen. Gleichwohl findet sich ein besonders hohes Scheidungsrisiko bei Paaren mit nicht-traditionellen Einkommensverhältnissen.  mehr  


Das Leben nach der Babypause

 
  Wie sich eine Babypause nach der Geburt des ersten Kindes auf das weitere berufliche Fortkommen einer Frau auswirkt, hängt vor allem von ihrer Verankerung in der Arbeitswelt ab. So lassen sich die Ergebnisse zusammenfassen, die in einer Kooperation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg mit dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock und der Abteilung für Statistik der Universität München entstanden.  mehr


Klassisches Rollenverhalten trotz hohen Bildungsniveaus

 
In Westdeutschland dominiert selbst bei Frauen mit Universitätsabschluss das klassische Rollenmodell: Wenn es um die Entscheidung für ein zweites Kind geht, zählen die hochqualifizierten Mütter nicht auf ihre eigenen Einkünfte, entscheidend ist das Ausbildungsniveau und die Verdienstmöglichkeit des Mannes. In Frankreich dagegen bleiben die Frauen mit Uni-Abschluss auch beim zweiten Kind häufiger berufstätig und verlassen sich so auf ihre eigenen Ressourcen.  mehr  


Eine Frage der Entscheidung

 
  Vor der Wende mussten sich Frauen in Westdeutschland zwischen Kindern und Arbeit entscheiden, ihre Geschlechtsgenossinnen in Ostdeutschland dagegen nur für den richtigen Zeitpunkt einer Familiengründung. Das ist das Ergebnis einer Studie, in der Michaela Kreyenfeld vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung die Familienpolitik und die Geburtenrate in der früheren Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland verglich.   mehr


Unsicherheiten im Beruf verzögern die Familienplanung

 
Unsichere Berufsaussichten bremsen bei Männern den Wunsch nach Frau und Kind. Das zeigt eine Studie in der Angelika Tölke (Deutsches Jugendinstitut, München; zuvor Max-Planck-Institut für demografische Forschung) und Martin Diewald (Universität Bielefeld), die Daten von westdeutschen Männern in verschiedenen Altersklassen (Jahrgänge 1946-50, 1951-55, 1961-65 und 1966-70) miteinander verglichen. Die Ergebnisse entsprechen dem gesellschaftlichen Bild vom Mann, der zunächst eine berufliche Basis aufbaut, bevor er eine Familie gründet.  mehr  

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