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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 

Europa


Das nichteheliche Erstgeborene erzählt Unvermutetes über den Bildungsgrad der Mutter

 
  Dass unverheiratete Frauen Kinder bekommen, ist heute in Europa keine Seltenheit. Hinter der Entscheidung für eine nichteheliche oder eheliche Geburt des ersten Kindes steckt jedoch anderes, als gesellschaftstheoretisch angenommen wurde. Forscher fanden in einer europäischen Studie heraus, dass Frauen mit niedrigen Bildungsabschlüssen in jüngster Zeit viel eher ein erstes Kind außerhalb der Ehe bekommen als hoch gebildete Frauen. Die Bildung scheint nicht nur der Schlüssel zu stabilen finanziellen Verhältnissen, sondern auch zu stabilen privaten Bindungen zu sein.   mehr


Geburtenraten in vielen Industriestaaten steigen wieder - Eine nachhaltige Trendumkehr scheint möglich

 
Die Zeiten extrem niedriger Geburtenraten sind vorbei. Einer der wichtigsten Gründe ist, dass Eltern die Geburt ihrer Kinder heute weniger aufschieben als früher. Dies legt eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung Rostock und des Vienna Institute of Demography nahe.  mehr  


Familienpolitik im antiken Griechenland und Rom – Wie die Definition der Staatsbürgerschaft familiäres Verhalten beeinflusste

 
  Schon in der antiken griechisch-römischen Welt wirkten politische Maßnahmen bis in die Privatsphäre der Menschen und beeinflussten familiäres Verhalten. Die Historikerin Saskia Hin hat beim Studium von Grabinschriften, historischen Prozessunterlagen und literarischen Quellen einen Zusammenhang zwischen der Definition von Staatsangehörigkeit und der Partnerwahl im klassischen Athen und aufstrebenden Rom gefunden. Auch die Stärke der sozialen Verbindung mit der weiten Verwandtschaft schien durch die Rechte und Pflichten, die sich aus einer Staatsangehörigkeit ergaben, mitbestimmt.  mehr


Fertilität in Zeiten des Umbruchs – der bulgarische Weg

 
Vor den gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen 1989 war das Geburtenverhalten in Bulgarien durch eine hohe Stabilität geprägt: Die jungen Paare bekamen früh ihre Kinder, lebten überwiegend in einer ehelich verbundenen Zwei-Kind-Familie und nicht eheliche Geburten waren selten. Die zusammengefasste Geburtenziffer (engl. total fertility rate, TFR) lag nahe dem Bestanderhaltungsniveau. Die politische Instabilität und ökonomische Krise lösten jedoch eine Trendwende in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aus: Das Geburtenverhalten und die sozialen Bindungen waren von den Unsicherheiten stark beeinflusst, wie ein Studie des MPIDF zeigt.   mehr  


Der lange Schatten auf die Gesundheit des Herzens: Geburt in wirtschaftlich schlechten Zeiten bedeutet höheres Sterberisiko

 
  Makroökonomische Rahmenbedingen in den ersten Lebenswochen wirken auf den Gesundheitsstatus und die Sterblichkeit bis ins hohe Alter. Menschen, die in Rezessionsjahren geboren wurden, tragen ein höheres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkankungen zu sterben. Das fanden Wissenschaftler des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) und des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels heraus. Ursachen könnten in der Ernährung und der medizinhygienischen Versorgung zu Beginn des Lebens liegen.   mehr


Demografische Standortrisiken im EU-Regionalvergleich

 
Unternehmen sehen den Demografischen Wandel als Standortrisiko. Tatsächlich kann die demografische Entwicklung eine gegenwärtig günstige Standortsituation schon bald ins Gegenteil umkehren. Betroffen sind demografiesensible Standortfaktoren wie Arbeitsangebot, Verfügbarkeit von Humankapital, Arbeitsproduktivität und die Leistungsfähigkeit im Bereich Forschung und Entwicklung. Wissenschaftler des Rostocker Zentrums verglichen die demografischen Entwicklungen auf regionaler Ebene und erarbeiteten ein Risikomaß, das die Abschätzung demografischer Standortrisiken für die EU-Regionen ermöglicht.   mehr  


Demografische Entwicklungen in den EU-Staaten verändern Machtkonstellationen in der Europäischen Union

 
  Die Bevölkerungszahlen in den einzelnen europäischen Staaten werden sich zukünftig sehr unterschiedlich entwickeln. Dies wird Entscheidungsprozesse innerhalb der Europäischen Union beeinflussen. Denn die Bevölkerungsgröße der Mitgliedsstaaten spielt eine entscheidende Rolle für die Machtarchitektur – insbesondere nach den neuen Abstimmungsregeln, die der aktuelle EU-Reformvertrag vorsieht.  mehr


Späte Mutterschaft in Schweden – Entwicklungen seit Ende des 19. Jahrhunderts

 
Über 40-jährige Frauen, die Mütter werden, sind heutzutage in den westlichen Industriestaaten keine Seltenheit. Dieses Phänomen ist jedoch nicht neu. Wissenschaftler des MPIDF können anhand von Lebensereignisdaten zeigen, dass in Schweden auch schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Schwangerschaft von Frauen in höheren Altern Normalität war. Verändert hat sich jedoch, wie viele Kinder die Frauen zuvor bereits haben und welche Höchstalter bei Geburt erreicht werden.  mehr  


Leben in Stadt und Land – Wie Siedlungsgröße und Wohnortwechsel das Geburtenverhalten in Polen und Österreich beeinflussen

 
  Trotz der unterschiedlichen politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, die in Polen und Österreich seit 1945 vorherrschten, weist das Geburtenverhalten in den beiden Staaten viele Ähnlichkeiten auf: Die Menschen in Polen und Österreich bekommen ihre Kinder lieber auf dem Land oder in kleineren Städten als in Großstädten. Bei Wohnortwechsel, bekommen Neuzugezogene vor allem im ländlichen Raum und in kleineren Städten mehr Kinder als die dort Ansässigen. Menschen, die in Großstädte umziehen, verschieben die Familiengründung zeitlich nach hinten.   mehr


Schnelle Geburtenfolge in Schweden durch „Geschwindigkeitsprämie“ - aber nicht alle Eltern partizipieren gleichermaßen

 
Ein besonderes Element der schwedischen Familienpolitik ist die so genannte „Speed-Premium“, die Geschwindigkeitsprämie. Diese familienpolitische Leistung soll Frauen vor Verlusten beim Elterngeldanspruch schützen, wenn sie aufgrund eines ersten Kindes bereits ihre Erwerbstätigkeit reduziert haben. Jedoch zeigt eine Studie des MPIDF, dass die nationale Herkunft der Mutter für die Nutzung der Prämie entscheidend ist.  mehr  


Die Ausbildungsrichtung ist entscheidend - Frauen mit hoher Bildung bleiben nicht häufiger kinderlos als Frauen mit niedrigem Abschluss

 
  Der Rückgang der Geburtenraten in Europa wird häufig auf die gestiegene Bildungsbeteiligung von Frauen zurückgeführt. Frauen mit einem höheren Ausbildungsabschluss bleiben häufiger kinderlos als Frauen mit einem niedrigeren Ausbildungsabschluss. Studien in den nordischen Ländern stellen diesen Zusammenhang jedoch in Frage.  mehr


Schwedische Gleichstellungspolitik ist in den Familien angekommen

 
Seit Jahrzehnten hat die schwedische Politik zum Ziel, die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Berufs- und Familienleben zu erhöhen. Neue Auswertungen schwedischer Bevölkerungsdaten zum Geburtenverhalten verdeutlichen nun, dass in Schweden die berufliche Situation beider Elternteile von großer Bedeutung für die weitere Nachwuchsplanung ist und insbesondere ein hohes Einkommen der Mutter die Geburt weiterer Geschwister erleichtert.  mehr  


Russland: Von der Zwei-Kind zur Ein-Kind Familie

 
  Während in Russland lange Zeit die Zwei-Kind Familie verbreitet war, setzt sich seit Anfang der 1990er Jahre immer mehr das Ein-Kind-Modell durch. Unklar ist, ob es sich dabei um eine vorübergehende oder eine dauerhafte Entwicklung handelt. Alexandre Avdeev vom Max-Planck Institut für Demografische Forschung analysierte in einer Studie die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte.  mehr


Familienpolitik: Was machen die Schweden anders

 
Schweden hat sich den Ruf eines familienpolitischen Vorzeigelandes erworben. Tatsächlich liegt die zusammengefasste Geburtenziffer in Schweden 2004 bei knapp 1,8 Kindern pro Frau. Das reicht zwar nicht an die Schwelle der Generationenerneuerung heran, die bei 2,1 liegt, aber der Wert ist im europäischen Vergleich hoch. Inwieweit ist die vergleichsweise hohe Geburtenrate ein Resultat der schwedischen Familienpolitik?  mehr  


Familienfreundliches Frankreich

 
  Frankreich gilt als familienpolitisches Musterland: Dort gibt es nicht nur eine besonders hohe Frauenerwerbsquote, sondern gleichzeitig auch eine deutlich höhere Geburtenrate als in anderen europäischen Staaten. Der Konflikt zwischen Familie auf der einen und Karriere auf der anderen Seite wird durch staatliche Maßnahmen zur Kinderbetreuung und finanzielle Beihilfen wesentlich besser entschärft als in Deutschland.  mehr


Tschechische Republik – Annäherung an den Westen

 
Die Veränderungen von Geburtenraten und Familienformen in der Tschechischen Republik seit den 1990er Jahren sind mit Entwicklungen in westlichen Ländern vergleichbar. Das ist das Ergebnis einer Analyse, die in einer Kooperation des Population Research Centre der niederländischen Universität Groningen und des Department of Demography and Geodemography der tschechischen Karls-Universität in Prag entstand.  mehr  

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Geburtenmonitor
 

Die TFR für Gesamtdeutschland im Oktober 2010: 1,37

 
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