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Die monatlichen zusammengefassten Geburtenziffern für Ost- und Westdeutschland ähneln sich stark in ihrem saisonalen Verlauf. Die monatlichen Hochs fallen in den Sommer und die Tiefs in den Winter. Auffällig im Ost-West-Vergleich ist jedoch, dass der Anstieg der Geburtenraten ab Juni 2007 in den neuen Bundesländern stärker ausfiel als in den alten Ländern. Auch in 2010 zeigen sich gravierende Unterschiede zwischen den beiden Landesteilen: Im Osten des Landes liegen die TFRs ab Februar über den Vorjahreswerten, während sie in den alten Bundesländern überwiegend geringer ausfielen aus im Jahr 2009(Abbildung 1 und 2).
Abbildung 1: Monatliche zusammengefasste Geburtenziffern für die neuen Bundesländer, Januar 2007 bis Dezember 2010
Abbildung 2: Monatliche zusammengefasste Geburtenziffern für die alten Bundesländer, Januar 2007 bis Dezember 2010
In den neuen Bundesländern konnte schon im Jahr 2007 eine stärkere Zunahme der Geburtenziffern als in den alten Bundesländern beobachtet werden (Tabelle 1). Dieser Trend hat sich in 2008 fortgesetzt: Die geschätzten Monatsdaten lassen erkennen, dass die Geburtenziffern der neuen Bundesländer die westlichen insgesamt überholt haben. Die Schätzungen für 2008 zeigen, dass die monatlichen zusammengefassten Geburtenziffern für die neuen Länder in den meisten Monaten niedrigere Werte annehmen als die der Westdeutschen. Jedoch liegen die geschätzten Werte im Januar, Juli, September und November im Osten sehr viel höher als im Westen (Tabelle 2). Hier muss Beachtung finden, dass die zur Berechnung genutzten absoluten Geburtenzahlen des Statistischen Bundesamtes nur Daten mit einer vorläufigen Zuordnung zu den Monaten darstellen. Der Zugriff auf die korrigierten monatlichen absoluten Geburtenzahlen ist erst circa neun Monate nach Jahresende möglich. Die Werte für 2009 weisen Schwankungen auf. Sie lassen allgemein, in beiden Landesteilen, ein ähnliches Muster im zeitlichen Geburtenverhalten erkennen. Dabei liegt die monatliche zusammengefasste Geburtenziffer jedoch in sieben Monaten in den neuen Bundesländern minimal höher als im Westen des Landes. Gleichzeitig nimmt die Geburtenrate in der Mehrzahl der Monate einen Wert unterhalb des Vorjahres an (Tabelle 3). Im Jahr 2010 sind die bisher größten Unterschiede zwischen den beiden Landesteilen seit Beginn der Berechnung der monatlichen Geburtenziffern zu beobachten (Tabelle 4).
** ohne Berlin Tabelle 1: Monatliche zusammengefasste Geburtenziffern für die neuen und alten Bundesländer für 2007
* Geschätzte Werte ** ohne Berlin Tabelle 2: Monatliche zusammengefasste Geburtenziffern für die neuen und alten Bundesländer für 2008
* Geschätzte Werte ** ohne Berlin Tabelle 3: Monatliche zusammengefasste Geburtenziffern für die neuen und alten Bundesländer für 2009
* Geschätzte Werte ** ohne Berlin Tabelle 4: Monatliche zusammengefasste Geburtenziffern für die neuen und alten Bundesländer für 2010 Frühe Schätzung der jährlichen Geburtenziffern...
... für das Jahr 2008 Die monatlichen Vorausschätzungen machen auch eine frühzeitigere Schätzung der Gesamtjahres-TFR für Ost- und Westdeutschland möglich. Für 2008 wurde die Gesamtjahres-TFR für die neuen Bundesländer auf 1,38 und für die alten Bundesländer auf 1,37 geschätzt. Letztere stimmt mit den im September veröffentlichten Werten des Statistischen Bundesamtes überein. Für die neuen Bundesländer liegt die Schätzung unterhalb des amtlichen Wertes von 1,40.
Die Unterschätzung lässt sich so erklären: Die Schätzungen beruhen auf den vorläufig vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Daten (675.187 Geburten). Die Korrektur der absoluten Geburtenzahlen durch das Statistische Bundesamt führte zu einer Erhöhung der Zahl auf 682.514 Geburten. Somit wurden die Geburten im Geburtenmonitor um 1 Prozent unterschätzt. Diese Unterschätzung der zusammengefassten Geburtenziffer scheint insbesondere die Berechnung der Geburtenraten in den neuen Bundesländern beeinflusst zu haben, da diese einen um 1,43 Prozentpunkte geringeren Wert annimmt als die erhobenen Daten mit 1,40 Kindern pro Frau. Die Schätzung für die alten Bundesländer (1,37) stimmt mit den Daten der amtlichen Statistik überein. Nach amtlicher Statistik 2008 und den Schätzungen des Geburtenmonitors übertraf die Geburtenrate in Ostdeutschland somit erstmals nach der Wiedervereinigung jene in Westdeutschland.
... für das Jahr 2009 Die Schätzwerte für 2009 konnten Anfang August 2010 berechnet werden: Für die neuen Bundesländer ergibt sich eine Jahres-TFR von 1,36 und für die alten Länder von 1,35. Nach der Korrektur der vorläufigen Geburtenzahlen wurde vom Statistischen Bundesamt für die westdeutschen Länder ein amtlicher Wert von 1,35 und für die ostdeutschen Länder eine TFR von 1,40 gemeldet. Somit war die Schätzung für Westdeutschland sehr genau, die ostdeutsche Geburtenziffer wurde wieder unterschätzt.
... für das Jahr 2010 Basierend auf der Annahme, dass Altersstruktur und Geburtenverhalten, den Werten aus dem Jahr 2008 folgen, wurde für das Jahr 2010 in den neuen Bundesländern eine TFR von 1,41 und für die alten Bundesländer eine Geburtenziffer von 1,33 Kindern pro Frau geschätzt.
Die neuesten Daten für 2011 finden Sie hier
Daten und Fakten zur monatlichen zusammengefassten Geburtenziffer für Gesamtdeutschland finden Sie hier
Auf die Daten des Geburtenmonitors können Sie in DemoData zugreifen [Zu DemoData] |
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