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Eine Informationsseite des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels
 

Berechnungsmethodik

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Für die Berechnung der monatlichen zusammengefassten Geburtenziffern (mTFR) sind monatliche Informationen zur Altersstruktur deutscher Frauen sowie zur absoluten Zahl der Lebendgeborenen notwendig.

Datengrundlage der monatlichen TFR-Schätzungen

 

Monatliche absolute Geburtenzahlen stehen circa vier Monate nach Ablauf des beobachteten Monats zur Verfügung. Informationen zur Alterstruktur der Mütter, um die zusammengefasste Geburtenziffer genau zu bestimmen, liegen jedoch mit einer zeitlichen Verzögerung von ungefähr einem dreiviertel Jahr, nach Ablauf des beobachteten Jahres vor. Daher stehen auch die jährlichen TFR-Werte der amtlichen Statistik erst ungefähr neun Monate nach Ablauf eines Jahres zur Verfügung. [Siehe: Demografische Trends zeitnah analysiert. In: Demografische Forschung aus erster Hand, 2011, Nr. 2]. Im Geburtenmonitor werden TFR-Werte demzufolge auf Basis der vorläufigen vom Statistischen Bundesamt monatlich herausgegebenen Geburtenzahlen und – wenn notwendig - einer geschätzten Altersstruktur berechnet. Die Berechnung auf Basis einer geschätzten Altersverteilung wurde erstmals für das Jahr 2008 durchgeführt. Bis 2007 wurden die monatlichen Werte basierend auf den endgültigen Altersstrukturdaten der amtlichen Statistik berechnet.

Schätzmethode

 

Um die Altersstruktur zu schätzen, bedarf es der Lösung eines methodischen Problems: Eine Rate muss berechnet werden, die zum einen ein unbekanntes durchschnittliches Gebäralter und zum anderen eine unbekannte Zahl der Frauenpopulation im reproduktiven Alter im beobachteten Monat wiedergibt. Diese Rate soll im Ergebnis zu einer zusammengefassten Geburtenziffer führen, die der wahren TFR so nah wie möglich kommt – ohne dass die Zeitverzögerung aufgrund der Datenerhebung in Kauf genommen werden muss. Ab 2010 wird für die Schätzung der Altersstruktur eine andere Methode verwandt als noch für die vorhergehenden Jahre 2008 und 2009.


Detaillierte Hintergrundinformationen zur Berechnung finden Sie im RZ-Diskussionspapier The "Geburtenmonitor" - Estimating Births Rates in Germany on the Basis of Monthly Data.

 

Prognosemethode

 

Ab 2010 werden die monatlichen und jährlichen TFRs nicht nur geschätzt. Eine neue Prognosemethode ermöglicht, dass die TFR für das noch laufende Jahr auf Basis gemeldeter Geburtenzahlen des ersten Halbjahres und vorausberechneten Geburtenzahlen für die zweite Hälfte des Jahres vorausberechnet wird.

 

Hintergundinformationen zur Prognosemethode finden sie in: Doblhammer, G., Milewski, N., Peters, F. (2011): Monitoring of German Fertility: Estimation of Monthly and Yearly Total Fertility Rates on the Basis of Preliminary Monthly Data, Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft/ Comparative Population Studies 2.

 


Die neuesten monatlichen Geburtenziffern für 2011 finden Sie hier

 

Daten und Fakten zur monatlichen zusammengefassten Geburtenziffer für Gesamtdeutschland finden Sie hier

 

Daten und Fakten zur monatlichen zusammengefassten Geburtenziffer für die neuen und alten Bundesländer finden Sie hier

 

Auf die Daten des Geburtenmonitors können Sie in DemoData zugreifen [Zu DemoData]


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Weitere saisonale Daten und Ergebnisse des Geburtenmonitors zu Fertilitätstrends finden Sie hier