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In Abbildung 1 sind die monatlichen Werte der zusammengefassten Geburtenziffer für den Zeitraum Januar 2005 bis Dezember 2009 dargestellt. Die durchgezogene Linie zeigt dabei den Trend, der bis Ende 2007 auf Basis amtlich erhobener Daten – sowohl für die Zahl der Lebendgeborenen als auch für die Altersstruktur - berechnet werden konnte. Für die neueren Zahlen, ab Januar 2008 (gestrichelte Linie), wurde die zugrunde liegende Altersstruktur der Frauen geschätzt. Die Werte werden in der Grafik halbjährig aktualisiert. Die neuesten monatlichen Geburtenziffern für 2010 finden Sie hier.
Die monatlichen Werte für Gesamtdeutschland lassen einen sich jährlich wiederholenden Verlauf erkennen. Diese Saisonalität ist gekennzeichnet durch ein Geburtenhoch in den Sommermonaten Juli, August und September sowie durch ein Geburtentief in den Wintermonaten November bis Februar. Die blauen Balken in der Abbildung beschreiben, wie sich die Geburtenziffer eines jeweiligen Monats des Beobachtungsjahres zum Wert des gleichen Monats im Vorjahr verändert hat. Die grünen und roten Pfeile ober- und unterhalb der Balken deuten dabei Monate mit besonders starken Änderungen an. Diese stellen mit 95-prozentiger Sicherheit keine zufälligen Schwankungen im Zeitverlauf dar. In den Tabellen 1 und 2 sind die genauen Werte der monatlichen zusammengefassten Geburtenziffern für die Jahre 2007, 2008 und 2009 dargestellt. Gleichzeitig ist abzulesen, wie sich die monatlichen Werte zum Vorjahr verändert haben.
* Geschätzte Werte Quelle: Statistisches Bundesamt, Eigene Berechnungen
Tabelle 1: Zusammengefasste Geburtenziffern absolut und prozentuale Veränderung zum Wert im Vorjahresmonat für 2007 und 2008
* Geschätzte Werte Quelle: Statistisches Bundesamt, Eigene Berechnungen
Tabelle 2: Zusammengefasste Geburtenziffern absolut und prozentuale Veränderung zum Wert im Vorjahresmonat für 2009
Aktuelle Werte für 2010 Mit der monatlichen Betrachtungsweise stellt der Geburtenmonitor ein wichtiges Analyseinstrument für politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger dar. Erste Aussagen, beispielsweise über die Auswirkungen neuer familienpolitischer Maßnahmen, sind zeitnah möglich: So könnte der Anstieg der Geburtenraten ab Mitte 2007 sowie der weiter anhaltende positive Trend in 2008 eine Reaktion auf die Einführung des Elterngeldes zu Beginn des Jahres 2007 sein. Mit der bisherigen jährlichen Betrachtungsweise der Geburtenziffern wären solche Einschätzungen nur eingeschränkt und insbesondere nur deutlich zeitverzögert möglich.
Frühe Schätzung der jährlichen Geburtenraten
Auch ermöglichen die berechneten Monatsdaten im Geburtenmonitor (auf Basis geschätzter Altersstrukturen), weit vor den amtlichen Zahlen, eine Gesamtjahres-TFR für das Vorjahr abzuschätzen. So lag bereits im April 2009 eine Schätzung für die zusammengefasste Geburtenziffer 2008 vor: 1,36. Diese Schätzung weicht um 1,45 Prozent von der im September 2009 vom Statistischen Bundesamt publizierten TFR (1,38) ab. Für das Jahr 2009 wurde im Juni diesen Jahres eine Jahres-TFR für Gesamtdeutschland von 1,33 geschätzt. Die amtliche TFR vom Statistischen Bundesamt erscheint voraussichtlich im September 2010.
Die aktuellen Zahlen für das Jahr 2010 finden Sie hier
Hintergrundinformationen zur Berechnung der monatlichen TFR finden Sie hier
Daten und Fakten zur monatlichen zusammengefassten Geburtenziffer für die neuen und alten Bundesländer finden Sie hier
Auf die Daten des Geburtenmonitors können Sie in DemoData zugreifen [Zu DemoData] |
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