Im Jahr 2020 wird die Bevölkerungszahl
Mecklenburg-Vorpommerns gegenüber 1990 voraussichtlich um ein Fünftel
gesunken sein. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede. Die
kreisfreien Städte verlieren nicht nur durch die Abwanderung nach
Westdeutschland sehr viele Einwohner, sondern auch durch
Suburbanisierungsprozesse, das heisst die Abwanderung in das eher
ländliche Umland. Davon profitiert insbesondere der Landkreis Bad
Doberan, der vor allem dank Zuzügen aus Rostock 2020 voraussichtlich
über 20 Prozent mehr Einwohner haben wird als zur Zeit der Deutschen
Wiedervereinigung. Die Landkreise Ludwigslust und Nordwestmecklenburg
profitieren hingegen vor allem von ihrer Nähe zum Großraum Hamburg.