Erläuterungen / Begriffserklärungen
Themenfeld: Bevölkerung
Altenquotient

Der Altenquotient bildet die Anzahl der Senioren im Verhältnis zur Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter ab.  Ein Wert von 33 sagt zum Beispiel aus, dass 100 Personen im erwerbsfähigen Alter 33 Senioren gegenüberstehen.
Ab welchem Alter Personen zu den Senioren gezählt werden, ist abhängig von der gewählten Altersgrenze. Der Altenquotient in DemoData wurde mit einer Altersgrenze von 65 Jahren berechnet.

Anteil Hochbetagter Der Anteil Hochbetagter in DemoData zeigt an, wie viel Prozent der Bevölkerung 80 Jahre und älter sind. In der Literatur finden teilweise auch andere Altersgrenzen Anwendung.
Anzahl der Lebendgeborenen Lebendgeborene sind Kinder, bei denen entweder das Herz geschlagen, die Nabelschnur pulsiert oder die natürliche Lungenatmung eingesetzt hat und/ oder die ein Gewicht von mehr als 500 g haben.
Billeter-Maß J

Das Billeter-Maß J ist ein Indikator für die Alterszusammensetzung einer Bevölkerung. Es kann im Zeitverlauf die Alterung einer Bevölkerung widerspiegeln.
Beim Billeter-Maß J wird die Differenz der Generation der Kinder (Personen unter 15 Jahren) und der Generation der Großeltern (Personen im Alter 50+) ins Verhältnis zur Generation der Eltern (15 bis unter 50 Jahre) gesetzt. Das heißt gleichzeitig, dass durch das Biletter-Maß J das Verhältnis der Bevölkerung, die nicht im fortpflanzungsfähigen Alter ist, zur Bevölkerung, die sich im fortpflanzungsfähigen Alter befindet, abgebildet wird. 
Das Billeter-Maß J wird positiv, wenn der Anteil der Jugendlichen in einer Bevölkerung größer ist als der Anteil der über 50-Jährigen, und vice versa. Je negativer der Wert, desto demografisch älter ist eine Bevölkerung.

Durchschnittsalter

Das Durchschnittsalter zeigt an, wie alt eine Bevölkerung im Durchschnitt ist.
Bei der Berechnung des Durchschnittsalters werden alle Altersklassen berücksichtigt. Aus diesem Grund ist es zur Einschätzung der demografischen Alterung geeignet.
Das Durchschnittsalter weist allerdings auch Nachteile auf. Neben der aufwändigen Berechnung kann die Interpretation der Ergebnisse schwierig sein.  Eine hohe Konzentration an Personen im mittleren Alter kann zu einem ähnlichen  Durchschnittsalter führen wie eine große Anzahl an Personen in den hohen und niedrigen Altersklassen. Weiterhin werden beim Durchschnittsalter Abweichungen vom Mittelwert nach oben oder unten gleich bewertet. Dies führt dazu, dass Ausreißer das Ergebnis verzerren.
Alternativ zum Durchschnittsalter kann das Medianalter berechnet werden. Das Medianalter wird durch Ausreißer nicht verzerrt.

Geburtensaldo

Der Geburtensaldo ist die Differenz aus der Zahl der Geborenen und der Verstorbenen.
Ein Geburtenüberschuss ergibt sich, wenn eine höhere Anzahl Kinder geboren wird als Menschen versterben. Ein Geburtendefizit entsteht bei einer geringeren Anzahl an Geburten als an Verstorbenen. Im Ergebnis zeigen sich Geburtenüberschuss und- defizit durch positive und negative Werte.

Gesamtquotient

Der Gesamtquotient ist die Summe aus dem Alten- und dem Jugendquotienten. Er gibt das Verhältnis der Personen an, die noch nicht oder nicht mehr am Erwerbsleben teilnehmen (unter 20 oder ab 65 Jahre) im Vergleich zu denen, die sich im Erwerbsalter (20 bis unter 65 Jahre) befinden. Die Anwendung anderer Altersgrenzen ist ebenso möglich. Ein Wert von 65 sagt zum Beispiel aus, dass 100 Personen im erwerbsfähigen Alter 65 Personen im Alter von unter 20 oder über 65 Jahren gegenüberstehen.

Greis-Kind-Relation / Aging-Index

Die Greis-Kind-Relation (auch Aging-Index oder Hochbetagtenquotient genannt) beschreibt das Verhältnis der Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter zur Bevölkerung im Alter von unter 18 Jahren. Der Wert von 118 besagt zum Beispiel, dass auf 100 junge Menschen 118 Senioren kommen. In der Literatur finden teilweise auch andere Altersgrenzen Anwendung.

Greying-Index Der Greying-Index ist eine Maßzahl, die zur Beschreibung des Alterungsprozesses in den älteren Bevölkerungsgruppen verwendet wird. Die Anzahl Hochaltriger ab 80 Jahre wird der Zahl der Senioren im Alter ab 60 Jahren bis unter 80 Jahren gegenübergestellt.
Jugendquotient

Der Jugendquotient spiegelt den Anteil der Jugendlichen unter 20 Jahren an den Erwerbsfähigen im Alter zwischen 20 und unter 65 Jahren wider. Der Wert von 32 sagt zum Beispiel aus, dass 100 erwerbsfähige Personen 32 Jugendlichen im Alter von unter 20 Jahren gegenüberstehen. Die Anwendung anderer Altersgrenzen ist ebenso möglich.

Lebenserwartung bei Geburt

Die Lebenserwartung ist ein Maß zur Bestimmung der Sterblichkeitsverhältnisse einer Bevölkerung in einem Kalenderjahr.
Sie gibt an, wie viele Jahre eine Person in einem bestimmten Alter durchschnittlich noch zu leben vor sich hätte, wenn die Sterblichkeitsverhältnisse konstant bleiben. Die Lebenserwartung wird also unter der Annahme berechnet, dass eine Person in allen Lebensphasen den altersspezifischen Sterberaten der zugrunde gelegten Periode ausgesetzt ist.
Es wird zwischen der  Lebenserwartung bei Geburt (die hier angegeben ist) oder der ferneren Lebenserwartung (Zahl der in einem bestimmten Lebensjahr noch zu erwartenden Lebensjahre) unterschieden.

Medianalter

Das Medianalter teilt eine Bevölkerung statistisch genau in zwei Hälften. Die eine Hälfte ist älter als das Medianalter und die andere Hälfte jünger. Im Gegensatz zum Durchschnittsalter wird eine Verzerrung des Ergebnisses durch Extremwerte vermieden.

Seniorenanteil

Der Seniorenanteil gibt den Anteil der Personen an der Gesamtbevölkerung wieder, die mindestens 65 Jahre alt sind. In der Literatur finden teilweise auch andere Altersgrenzen Anwendung.

Sexualproportionen

Sexualproportionen bilden das Geschlechterverhältnis in der Bevölkerung ab.
Sie werden altersspezifisch, für Lebendgeborene oder für die Gesamtbevölkerung angegeben.

Sterbefälle

Unter Sterbefällen werden sowohl die natürlich als auch die nicht-natürlich Verstorbenen zusammengefasst.

Themenfeld: Familie
Allgemeine Fruchtbarkeitsziffer (Spezielle Geburtenziffer) Die allgemeine Fruchtbarkeitsziffer gibt die Anzahl der Lebendgeborenen in einem Jahr je 1000 Frauen im gebärfähigen Alter wieder. Das gebärfähige Alter ist in DemoData als Alterspanne 15 bis 49 Jahre definiert. In der Literatur finden teilweise auch andere Altersgrenzen, z.B. von 15 bis 44 Jahren, Anwendung.
Anteil ehelicher Geburten an allen Lebendgeburten Der Anteil ehelicher Geburten an allen Lebendgeburten gibt an, bei wie viel Prozent aller Lebendgeburten die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt verheiratet waren.
Anteil nichtehelicher Geburten an allen Lebendgeburten Der Anteil nichtehelicher Geburten an allen Geburten gibt an, bei wie viel Prozent aller Lebendgeburten die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt unverheiratet waren.
Anzahl der Eheschließungen

Bei der Anzahl der Eheschließungen werden alle standesamtlich geschlossenen Ehen erfasst. Zu beachten ist, dass der Ort der Eheschließung nicht zwangsläufig mit dem Wohnort der Eheschließenden übereinstimmen muss. So werden z.B. auf den Inseln Rügen oder Sylt überproportional viele Ehen im Verhältnis zur Einwohnerzahl geschlossen.

Anzahl der Kindertageseinrichtungen

Nach Inkrafttreten des Gesetzes  zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz – KICK) wird die Anzahl der Kindertageseinrichtungen nicht mehr anhand der Einteilung Kinderkrippe, Kindergarten und Hort vorgenommen.

In der Statistik wird ab 2006 zwischen Einrichtungen für Kinder von 0- bis unter 3 Jahren, von 2 bis unter 8 Jahren ohne Schulkinder und von 5 bis 13 Jahren, die zur Schule gehen, unterschieden.

Anzahl der Lebendgeborenen Lebendgeborene sind Kinder, bei denen entweder das Herz geschlagen, die Nabelschnur pulsiert oder die natürliche Lungenatmung eingesetzt hat und/ oder die ein Gewicht von mehr als 500 g haben.
Anzahl Kinder nach Betreuungsform

Nach Inkrafttreten des Gesetzes  zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz – KICK) wurde auch die Statistik der Kinderbetreuung im Jahr 2006 ergänzt und erweitert.  Seit 2007 werden Daten zur Anzahl der Kinder in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege nach Altersgruppen bis auf Kreisebene erfasst.

Besuchsquoten

Die Besuchsquote entspricht der Anzahl der Kinder, die entweder in Kindertageseinrichtungen oder in Kindertagespflege betreut werden je 100 Kinder der gleichen Altersgruppe.

Betreuungsquoten Die Betreuungsquote entspricht der Anzahl der Kinder in Kindertagesbetreuung je 100 Kinder der gleichen Altersgruppe.
Geburtensaldo

Der Geburtensaldo ist die Differenz aus der Zahl der Geborenen und der Verstorbenen.
Ein Geburtenüberschuss ergibt sich, wenn eine höhere Anzahl Kinder geboren wird als Menschen versterben. Ein Geburtendefizit entsteht bei einer geringeren Anzahl an Geburten als an Verstorbenen. Im Ergebnis zeigen sich Geburtenüberschuss und- defizit durch positive und negative Werte.

Genehmigte Plätze in Kindertageseinrichtungen

Die genehmigten Betreuungsplätze sind die Zahl der Plätze, die in einer Kindertageseinrichtung laut Betriebserlaubnis genehmigt wurden.

Lebendgeborene je 1000 Einwohner (Allgemeine Geburtenrate) Die allgemeine (oder auch rohe) Geburtenrate gibt an, wie viele Lebendgeborene in einem Jahr auf 1000 Einwohner entfallen. Als Nachteil dieser Maßzahl gilt, dass sie von der Bevölkerungsstruktur beeinflusst ist: Die Geburten werden auf die gesamte Bevölkerung bezogen, d.h. sie werden nicht nur ins Verhältnis zur Anzahl der Frauen im gebärfähigen Alter gesetzt, sondern auch zu Männer und Frauen im nichtreproduktiven Alter. Dies kann zu Verzerrungen führen.
Monatliche TFR - Vorjahresmonatsdifferenz Diese Differenz zeigt an, wie sich die monatliche TFR zum Wert im gleichen Monat ein Jahr zuvor verändert hat.
Monatliche Zusammengefasste Geburtenziffer (TFR) TFR = engl. total fertility rate; auch Periodenfertilität.
Die TFR ist ein theoretisches Maß, das die Fertilitätsverhältnisse eines Jahres widerspiegelt.
Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens unter den gegebenen Bedingungen des Beobachtungsjahres gebären würde.
Für die Berechnung der monatlichen TFR werden die Monatswerte zur Altersstruktur und zur Anzahl der Lebendgeborenen verwendet. Liegen Werte für die Altersstruktur zum Zeitpunkt der Berechnung noch nicht beim Statistischen Bundesamt vor, werden diese auf Basis der Werte des Vorjahres geschätzt (so wurde zum Beispiel die Altersstruktur von 2007 für die Schätzungen der monatlichen TFR im Jahr 2008 genutzt). Mathematisch ist die TFR die Summe der alterspezifischen Geburtenraten des beobachteten Jahres bzw. hier für die mTFR des beobachteten Monats. Dabei ist die altersspezifische Geburtenrate der Quotient aus der tatsächlich gemessenen Zahl der Lebendgeborenen eines jeden Altersjahrgangs und der gemessenen Anzahl an Frauen in einem Altersjahrgang zwischen 15 und 49 Jahren zur Mitte des beobachteten Jahres bzw. hier des Monats.
Eine Unzulänglichkeit der TFR ist, dass so genannte Tempoeffekte durch sie nicht erfasst werden. Allgemein bezeichnet ein solcher Tempoeffekt eine Verzerrung in Periodenmaßen, die durch ein verändertes "Timing" von demografischen Ereignissen (Geburten, Sterbefälle, usw.) hervorgerufen wird. Für die Fertilität heißt das, dass eine Verschiebung von Geburten auf einen späteren Zeitpunkt zu einem Anstieg im durchschnittlichen Gebäralter, wie er in Deutschland seit Jahren zu beobachten ist, führen kann. Dies würde eine Unterschätzung der zusammengefassten Geburtenziffer im Beobachtungszeitraum zur Folge haben. Auf Kreisebene sollten die Ergebnisse für die zusammengefasste Geburtenziffer mit Vorsicht betrachtet werden - aufgrund der geringeren Bevölkerungszahlen können sie durch regionale Wanderungen und in geringerem Maße auch durch Ausreißer stark verzerrt werden.
Schwangerschaftsabbrüche je 10000 Frauen

Die Schwangerschaftsabbrüche entsprechen der Anzahl der Gesamtschwangerschaftsabbrüche, aus allen Begründungen heraus.
Dabei sind Schwangerschaftsabbrüche, nach der Statistik des Statistischen Bundesamtes, von ärzten herbeigeführte Eingriffe (induzierte Aborte) mit dem Ziel der vorzeitigen Beendigung einer Schwangerschaft aufgrund der Beratungsregelung (§ 218a Abs. 1 StGB, § 219) oder einer medizinischen oder kriminologischen Indikation (§ 218a Abs. 2 und 3 StGB). Die Schwangerschaftsabbrüche werden in einer Totalerhebung vom Statistischen Bundesamt auf Länder- und Bundesebene erhoben. 1996 wurde das Recht des Schwangerschaftsabbruchs bundeseinheitlich neu geregelt. Es verpflichtet alle Arztpraxen und Krankenhäuser, in denen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden, zur Auskunft an das Statistische Bundesamt (§§ 15 - 18 SchKG i.V.m. BStatG). Die Ergebnisse werden nach dem Wohnort der Schwangeren aufbereitet.

Schwangerschaftsabbruchproportion

Die Schwangerschaftsabbruchproportion ist das Verhältnis der Zahl der Schwangerschaftsabbrüche zu je 1000 Lebendgeborenen in einem bestimmten Zeitraum.

Verhältnis von Eheschließungen zu Ehescheidungen

Das Verhältnis beschreibt die Anzahl der geschlossenen Ehen im Vergleich zu einer geschiedenen Ehe.

Zusammengefasste Geburtenziffer (Total Fertility Rate)

TFR = engl. total fertility rate; auch Periodenfertilität.
Die TFR ist ein theoretisches Maß, das die Fertilitätsverhältnisse eines Jahres widerspiegelt.
Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens unter den gegebenen Bedingungen des Beobachtungsjahres gebären würde.
Mathematisch ist die TFR die Summe der alterspezifischen Geburtenraten des beobachteten Jahres. Dabei ist die altersspezifische Geburtenrate der Quotient aus der tatsächlich gemessenen Zahl der Lebendgeborenen eines jeden Altersjahrgangs und der gemessenen Anzahl an Frauen in einem Altersjahrgang zwischen 15 und 49 Jahren zur Mitte des beobachteten Jahres.
Eine Unzulänglichkeit der TFR ist, dass so genannte Tempoeffekte durch sie nicht erfasst werden. Allgemein bezeichnet ein solcher Tempoeffekt eine Verzerrung in Periodenmaßen, die durch ein verändertes "Timing" von demografischen Ereignissen (Geburten, Sterbefälle, usw.) hervorgerufen wird. Für die Fertilität heißt das, dass eine Verschiebung von Geburten auf einen späteren Zeitpunkt zu einem Anstieg im durchschnittlichen Gebäralter, wie er in Deutschland seit Jahren zu beobachten ist, führen kann. Dies würde eine Unterschätzung der zusammengefassten Geburtenziffer im Beobachtungszeitraum zur Folge haben. Auf Kreisebene sollten die Ergebnisse für die zusammengefasste Geburtenziffer mit Vorsicht betrachtet werden - aufgrund der geringeren Bevölkerungszahlen können sie durch regionale Wanderungen und in geringerem Maße auch durch Ausreißer stark verzerrt werden.

Themenfeld: Bildung
Bildungsausländer Sind ausländische Studierende die eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen. Diese wurde im Ausland oder an einem Studienkolleg erworben wurde. Studienkollegs dienen der Vorbereitung ausländischer Studierende auf ein Studium an einer deutschen Hochschule.